Alestorm - No Grave But The Sea

Lady_Metal

Band: Alestorm

Album: No Grave But The Sea

Label: Napalm Records

Release Date: 26.05.2017

Genre: Pirate Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. No Grave But The Sea
02. Mexico
03. To the End of the World
04. Alestorm
05. Bar und Imbiss
06. Fucked with an Anchor
07. Pegleg Potion
08. Man the Pumps
09. Rage of the Pentahook
10. Treasure Island

Lineup:
Christopher Bowes - Vocals & Keytar
Máté Bodor - Guitars
Gareth Murdock - Bass
Elliot Vernon - Keyboards, Tin Whistles & Vocals
Peter Alcorn - Drums


Vielen Dank an Napalm Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Aarrrrrrrr...wir stechen in See mit dem neuen ALESTORM-Album "No Grave But The Sea". Unter dem Motto "Drinking, Partying, Your Mum" (laut Facebook-Seite der Band) verfolgt die einzig wahre und beste Piraten-Metal-Armee ihre wahnwitzigen Ziele, nämlich einfach nur sinnfreie Musik zu machen und das Volk damit ordentlich in (Sauf-)Stimmung zu bringen. Ob den Schotten das auch bei ihrem fünften Silberling gelingt, stellt sich im folgenden heraus.

Keine Gnade auf dem Schlagzeug, ein schnelles Solo heruntergetrümmert...UND LOS GEHT'S mit dem Titelsong. Die Tracklist lässt eine musikalische Weltreise vermuten, und das steigert somit auch die Erwartungshaltung beim Zuhörer. Den fünf Schotten gelingt es scheinbar mühelos, denn die erhabenen Trompeten- und Posaunenklänge in der Melodieführung setzen sich sofort im Gehirn fest und bewirken das Gewollte: ausgelassenes Headbangen sowie das mitgrölen des Schlachtrufes. Und weil die erste Runde nicht genug ist, geht das auch bei "Mexico" so weiter.

Die oft gewählten Offbeat-Rhythmen am Schlagzeug sind ein cooles Stilmittel, um die Stimmung zu steigern. Wenn sich dazwischen mal wieder ein groove-geladener Bassdrum-Part findet, ist die Mischung perfekt! Daumen hoch! In die härtere Gangart zielen schließlich der dritte und vierte Titel, was ALESTORM nicht zuletzt durch den Kreischgesang von Keyboarder Elliot erreichen. Als bestes Beispiel hierfür fungiert der Song "Alestorm", der die Folk-Elemente optimal einbindet und daneben auch noch epische Momente erzeugt.

Nach einem kleinen Raubzug durch das dunkle Thüringen über "Bar und Imbiss" inklusive einem Fress- und Saufgelage mit Schnitzel, Würschtl und Bier holen die fünf Piraten-Metaller zum Rundumschlag aus: "Fucked with an Anchor" erweist sich als versauter und zugleich lustiger Stimmungskracher, dessen Refrain einfach zum Mitsingen anregt.
Schön langsam geht es durch "Pegleg Potion" und "Man the Pumps" zum Vorfinale "Rage of the Pentahook", das gut in die thrashige Humpa-Richtung drückt. Auch mit dem letzten und zugleich längsten Titel "Treasure Island" geben die Schotten nochmals Vollgas und führen den Thrash-Einschlag nochmals aus, um zugleich die ganze Folk-Instrumentalisierung nochmals zu vereinen und den Hörer mit einem gekonnt ruhigen Seefahrts-Outro zu entlassen.

Fazit: Die zweite Runde durch dieses Album lassen wir auch schon Euch über, denn hier haben ALESTORM wieder einmal ein Meisterwerk abgeliefert. Stimmung und viele Höhepunkte garantiert. Jeder Song hat seine individuelle Qualität, aber die Stimmungsfavoriten sind zweifelsfrei der Album- und Band-Titelsong. Und das sagen wir natürlich mit einem gepflegten: PROST!!! Aaarrrrrrr....

Flo für Lady-Metal.com