Burial Vault - Ekpyrosis (Periodic Destruction)

Lady_Metal

Band: Burial Vault

Album: Ekpyrosis (Periodic Destruction)

Label: Apostasy Records

Release Date: 20.01.2012

Genre: (Melodic) Death Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. Periodic Destruction
02. Heretic
03. Dominate God‘s Creation
04. Genesis. Trinity. Carnage.
05. Icon Of Indignity
06. The Embodiment Of Animosity
07. Weapon Without A Choice
08. Those Things Which Were Thought Can Never Be Unthought

Lineup:
Raimund Ennenga - Vocals
Tobias Schaub - Guitar
Alexander Petri - Guitar
Amko Groeneveld - Bass
Daniel Pasligh - Drums

Danke an Apostasy Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Das erste Full-Length-Album der Emsländer Band BURIAL VAULT steht zur Rezension bereit und beinhaltet melodischen Death Metal. Die Band existiert seit 2006 und nach zwei EPs ("...There Is No Resort" 2007 und "Come To Grief" 2008) gibt es jetzt das erste Langeisen mit dem Namen "Ekpyrosis (Periodic Destruction)". Die fünf Herren orientieren sich an älteren Vorbildern Schwedens und wollen den Melodic Death Metal etwas auffrischen, wobei sie sich damit von billigen Kopien distanzieren.

Das instrumentale Intro mit dem Beinamen des Albums "Periodic Destruction" entfaltet seine federleichten Takte als gemütliches und ruhiges Stücklein mit harmonierenden Gitarrenklängen, die dazu sanft von einem ebenso melodischen Bass und einer kleinen Brise Doublebass-Rhythmus umschwirrt werden. Wäre da nicht der Titel selbst: Möchte dieser nicht einen etwas brachialeren Start in ein Death Metal Album erwarten?

Diese Arbeit nimmt ihm schließlich der zweite Song "Heretic" schlagartig ab und lässt ein ungeahntes Blastbeat-Gewitter über den Hörer ergehen. Mehr als würdig wird hiermit also eine ehrliche Death Metal Scheibe eingeläutet und so wie es der weitere Verlauf des Songs andeutet, handelt es sich um eine sehr tempo- und rhythmus-variable Albumstruktur, besonders erkennbar beim Schlagzeug.
Die musikalische Vielfalt wird mit "Dominate God's Creation" noch etwas ausgeweitet. Nach ein paar einleitenden kraftvollen Takten wird ein zweistimmiger Clean-Gitarren-Teil eingebaut, dem später thrashige Riffs folgen.

Ein sehr facettenreiches Stück zeigen BURIAL VAULT mit "Icon Of Indignity" an fünfter Stelle und bieten damit einen multi-melodischen Auftakt zu "The Embodiment Of Animosity", welches im Gegenteil dazu wieder eine geballte Ladung Death Metal überbringt. Man erkennt also recht deutlich, dass das Album wie das Auf-und-Ab einer Wasserwelle wirkt, wenn man sich darauf tragen lässt, bezogen auf die musikalische Struktur der Songs. Nicht etwa auf die Güte bzw. Aufnahmequalität, denn diese ist bei allen gleich hochwertig, was auch noch die letzten beiden Songs "Weapon Without A Choice" und "Those Things Which Were Thought Can Never Be Unthought" beweisen, die dem Album zudem noch einen zeitlichen Schub -vor allem letzteres mit über acht Minuten- geben und so für eine Gesamtspielzeit von runden 40 Minuten sorgen.

Fazit: Dieses Album ist das optimale Katapult in den Death Metal Frühling. Mit ordentlich Power und Melodie überzeugt die Band bei stets kontrastreichen Songs. Die eingangs genannte Distanz zu billigen Kopien dürfte mit "Ekpyrosis (Periodic Destruction)" auf souveräne Weise gelungen sein, denn allein das Abwechslungsreichtum befindet sich auf einem so hohen Level, das bisher keine andere Band erreicht hat.

Flo für Lady-Metal.com