Midnattsol - The Metamorphosis Melody

Midnattsol, The Metamorphosis Melody, Napalm Records, Lady_Metal

Band: Midnattsol

Album:
The Metamorphosis Melody

Label: Napalm Records

Genre: Nordic Gothic Metal

Release Date: 22.04.2011

Rezensent: Chris

Redaktion: Lady Metal Webzine

Lineup:
Carmen Elise Esepenaes - Vocals
Alex Kautz - Guitar
Birgit Öllbrunner - Bass
Daniel Fischer - Keyboards
Chris Merzinsky - Drums

Tracklist:

01. Alva
02. The Metamorphosis Melody
03. Spellbound
04. The Tide
05. A Poet's Prayer
06. Forlorn
07. Kong Valemons Kamp
08. Goodbye
09. Forvandlingen
10. Motets Makt
11. My Re-Creation

Danke an Napalm Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Drei Jahre nach der letzten Veröffentlichungen wirft die deutsch-norwegische Band Midnattsol ihr neues Album "The Metamorphosis Melody" auf den Markt und hat dieses Niveau absolut auf den neuen Silberling mitgenommen.

Ein sehr atmosphärisches Intro mit dem Titel "Alves" formt den Einstieg in diese Reise durch die nordische Mythologie. Schon der Opener bringt die Merkmale von Midnattsol formschön auf den Tisch: Schöner, leichtfüßiger Gesang von Frontfrau Espenaes, unterstützende Gitarrenwände und Arrangements mit Gefühl. Jeder der ein wenig Folk, ein bisschen Gothic und Metal als Mischung gerne hört, wird sich wohlfühlen.

Diese eben benannten Folk-Elemente sind allerdings mehr in den Hintergrund gerückt. Die Keyboards sind ebenfälls präsent, aber drängen sich nie in den Vordergrund. Was Midnattsol hier präsentieren ist definitiv hochwertige und atmosphärisch dichte Metal-Kost. Da es im Genre wenig vergleichbares gibt, werden sie ihre Anhänger finden. Ein wenig mehr Individualität und Wiedererkennungwert würde ich mir persönlich wünschen. Stücke wie "Spellbound", die Halbballade "The Tide" oder das schmissige "A Poet's Prayer" bieten viel Abwechslung, um die Aufmerksamkeit des Hörers über einen längeren Zeitraum zu gewinnen. Besonders der Mix aus englischen und norwegischen Stücken begünstigt dies, wobei letztere atmospärisch gegenüber den englischen Songs noch eine Stufe weiter oben stehen.

Fazit: Midnattsol sind keine Ohrwurmgaranten. Wer dieses Material aber öfter hört und sich darauf einlässt, der wird mit phantasievoller und verträumter Musik belohnt. Mehr Variation würde ich mir beim Gesang von Sängerin Carmen wünschen. Jedoch ist es auch schwierig aus dem Schatten der großartigen Schwester Liv Kristine herauszutreten. Denn dieser Vergleich drängt sich dem Hörer immer wieder auf. Qualitativ und technisch gibt es kaum Kritikpunkte und somit ist "The Metamorposis Melody" ein überaus empfehlenswertes Album geworden.

Chris für Lady-Metal.com

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