Mystic Prophecy - Ravenlord

Mystic Prophecy

Band: Mystic Prophecy

Album: Ravenlord

Label:
 Massacre Records

Release Date: 25.11.2011

Genre: Dark Heavy Power Metal

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Ravenlord
02. Die Now!!
03. Eyes Of The Devil
04. Damned Tonight
05. Hollow
06. Wings Of Destiny
07. Endless Fire
08. Cross Of Lies
09. Reckoning Day
10. Miracle Man
11. Back With The Storm (Digipak Bonus Track)

Lineup:
R.D. Liapakis - Vocals
Markus Pohl - Guitars
Constantine - Guitars
Connie Andreszka - Bass
Tyronne Silva - Drums

Danke an Massacre Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Mit "Ravenlord" liegt das siebte Studioalbum der deutschen Power/Heavy Metal Band MYSTIC PROPHECY zum Rezensieren bereit. Nach diversen Besetzungswechseln wurde die Band schon von einigen für tot erklärt, bis sie 2009 mit "Fireangel" nochmal richtig durchstarteten. Mir war die Band bisher unbekannt, weil der Bereich des Power Metal nicht meine größte Passion ist. Aufmerksam wurde ich, weil sie im Frühjahr 2012 mit den, von mir sehr geschätzten, Powerwolf die "Wolfsnächte"-Tour bestreiten. Kurz darauf landete eben dieses besagte als Promo bei mir auf dem Arbeitsplatz.

Genrebedingt habe ich immer einige Vorurteile, da viele Vertreter des Genres eine fast schon lächerliche Trueness an den Tag legen. Doch schon nach den ersten Songs war ich hier wirklich überrascht. Der Power Metal wird mit einem ordentlichen Schuss Heavy Metal und vielen düsteren Elementen gespickt. Der Gesang bewegt sich auch durchgehend in einem wirklich entspannt hörbaren Bereich, der einen nicht im Glauben lässt, der Sänger hätte seine Hoden bei Ebay verkauft. Teilweise findet sich der griechische Frontmann R.D. Liapakis sogar in growl-angrenzenden Gefilden wieder. Musikalisch hat man auch vieles richtig gemacht. Die Drums tragen das musikalische Gerüst aus eingängigen Riffs und grandios vorgetragenen Solos. Teilweise gibt es, für diesen Stil untypische, Gangshouts zu hören, die sich auch perfekt in die Klanggebilde einfügen. Dazu haben die Songs ein ordentliches Ohrwurmpotential und ich kann mir persönlich vorstellen, dass sie live auch sehr gut funktionieren. Als Anspieltipps kann man den hymnenartigen Titelsong "Ravenlord", das technisch hochkarätige "Eyes Of The Devil" und das groovende "Wings Of Destiny" nennen.

Fazit: Was MYSTIC PROPHECY auf "Ravenlord" bieten fetzt einfach ordentlich. Mit dem Anspruch, die deutsche Power-Metal-Szene in ein anständiges Licht zu rücken geht diese Gruppe einen guten Weg, der sich aus hochgradig melodiösen und harten Parts zusammensetzt. Die Stilvielfalt aus Heavy Metal und Hard Rock ist auch die große Stärke des Albums. Dazu kommt noch eine äußerst hochwertige, technische Darbietung und eine druckvolle Produktion. Nach dem eher mäßigen Abschneiden von deutschen Genregrößen wie Helloween ist das hier ein Lichtblick für die heimische Szene und einer, wenn nicht sogar mehrere, Schritt(e) auf dem richtigen Weg. Abschließend bringt es ein Zitat aus dem Songtext des Titelsongs auf den Punkt: "Hail The Ravenlord!"

Chris für Lady-Metal.com

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