Of The Wand And The Moon - The Lone Descent

Of The Wand And The Moon

Band: Of The Wand And The Moon

Album:
The Lone Descent

Label:
Tesco Organisation

Release Date: September 2011

Genre: Neofolk

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Sunspot
02. Absence
03. A Pyre Of Black Sunflowers
04. Tear It Apart
05. We Are Dust
06. A Tomb Of Seasoned Dye
07. Is It Out Of Our Hands
08. Watch The Skyline Catch Fire
09. The Lone Descent
10. Immer Vorwärts
11. A Song For Deaf Ears In Empty Cathedrals

Lineup:
Kim Larsen

Beurteilung

Nachdem einige Kapellen des Neofolk die 60er Jahre für sich entdeckt haben, zieht jetzt eines der interessantesten Projekte dieses Genres nach. Das letzte Epos "Sonnenheim" liegt schon sechs Jahre zurück und somit erfreute mich die Nachricht über eine neue Veröffentlichung ziemlich.

OF THE WAND AND THE MOON verbindet in seine Musik Einflüsse großartiger Künstler wie Johnny Cash oder Ennio Morricone. Diesmal entführt einen Kim Larsen nicht ans Lagerfeuer einer Sonnenwendfeier, sondern direkt in die Großstadt. Die Musik lässt sie direkt vor den Augen wachsen. Sie ist dunkel, einsam, trostlos. Der Geruch von Abgasen hängt in der Luft, während man ab heruntergekommenen Wohnhäusern vorbeizieht.

Die Zeiten, als man noch über Runensteinen und Wälder sang, sind nun endgültig vorbei. Neofolk ist, getreu seinem Namen, in der Gegenwart angekommen. Hierbei erzählt Kim Larsen Geschichten über nicht erwiderte Liebe, Einsamkeit oder dem Verlorensein in der Traurigkeit.

Neben dem Grundgerüst der einzelnen Songs, kommen auch neue Elemente in den Arrangements vor. Am auffälligsten ist wohl, dass das einzigste Raunen richtigem Gesang gewichen ist. Dezente Synthieflächen und eine Gitarre sind nach wie vor vertreten, bilden jedoch oft nur die Basis fur den Einsatz von Violine und Cello. In kleinen Momentaufnahmen kann man auch Trompeten und verzerrte Gitarrenriffs vernehmen.

Das mag für diese Art von Musik wohl auf einmal alles erschreckend neu und gar experimentell klingen. Produktion, Songwriting und Umsetzung lassen auf gewohnte Weise keine Wünsche offen. Das Artwork ist zwar schlicht und wirkt auf den ersten fast langweilig, jedoch unterstreicht es den Charakter und die Wichtigkeit des Inhalts dieser Scheibe.

FAZIT: Der Stil hat sich gewandelt, ist moderner geworden. Jedoch bleibt es unverkennbar OF THE WAND AND THE MOON. Wer mit Neofolk etwas anfangen kann, sollte hier genauso reinhören, wie Anhänger des großen Johnny Cash oder Tarantino-Soundtracks. Auch wenn einige "Alt-Fans" mit dem Produkt nicht sehr zufrieden sein werden, ist es Kim Larsen ohne Zweifel gelungen, den Neofolk in die neue Zeit und damit auf eine neue Ebene zu transportieren.

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