Rebellion - Arminius: Furor Teutonicus

Rebellion

Band: Rebellion

Album: Arminius: Furor Teutonicus

Label: Massacre Records

Release Date:
26.10.2012

Genre:
Heavy Metal

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Rest in Peace
02. Ala Germanica
03. Prince of the Cheruscer
04. Dusk Awaiting Dawn
05. Breeding Hate
06. The Seeress' Tower
07. Varus
08. The Tribes United
09. Ghost of Freedom
10. Furor Teutonicus
11. Vae Victis
12. Requiem

Lineup:
Michael Seifert - Vocals
Oliver Geibig - Guitar
Stephan Karut - Guitar
Tomi Göttlich - Bass
Matthias Karle - Drums

Danke an Massacre Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Nach ihrer Wikinger-Trilogie widmen sich die Hessen REBELLION nun einem neuen, historischen Konzept. Die Geschichten des Albums handeln um den Cherusker-Fürsten Arminius, der einst den Römern in der Varusschlacht eine vernichtende Niederlage beibrachte. Die Gestalt "Hermann der Cherusker", an Arminius als historische Person angelehnt, gilt in Deutschland als nationale Mythen- und Symbolfigur.

Los geht das Album mit Akustikgitarren und, fast schon sphärischen, Klanguntermalungen. Dann wälzt ein wuchtiges Gitarrenriff los. Hier ein paar Chöre und das angenehme Organ von Michael Seifert, dass nie in eierlose Gefilde abdriftet. Würde hier auch gar nicht passen. Auf einmal sieht man reitende Horden, die unter wütendem Schlachtgeschrei Rache für ihren gefallenen Feldherren Arminius geschworen haben. Geschichten erzählen - das kann diese Band ganz ohne Zweifel. Und die dazugehörigen Songs mit guten bis sehr guten Melodien und Riffs versehen ebenfalls. Die ganz großen Würfe bleiben jedoch auf dieser Scheibe aus. Das sind keine "Ich-gröhl-jetz-mal-eben-mit"-Songs. Es steckt mehr dahinter und das merkt man auch an der eher dunklen Grundstimmung des Albums. Persönlich bin ich dem sehr angetan, dass sich auch einmal deutsche Metal-Bands mit Themen ebendieser Geschichte auseinandersetzen. Klar ist auch, dass "Arminius: Furor Teutonicus" dabei kein Meilenstein geworden ist. Jedoch muss sich der angesprochene Feldherr auch nicht im Grabe umdrehen, wenn die Scheibe aufgelegt wird. Anspieltipps sind der Opener "Rest in Peace", "Prince of the Cherusker" und "Varus".

Fazit: "The Clans are marching again!" Stahlgeklirre und kriegsgefärbte Atmosphäre ist auf diesem Album allgegenwärtig. Man erzählt Geschichten, die teils historisch belegt und zum anderen emotional so geschehen sein könnten. Auch wenn sich einige, vermeintliche Lückenfüller bleibt am Ende ein solides Heavy-/Power-Metal-Album mit viel Bombast, ein bisschen Kitsch und doch erstaunlich wenig Würgereflex oder "Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlagen"-Geste. Die Produktion kann sich ebenfalls sehen lassen und gibt diesem Werk den düsteren und doch erhabenen Touch, den es verdient hat. Fans der Band oder der angesprochenen Elemente dürfen sich diese Scheibe wohl nahezu bedenkenlos ins Regal stellen.

Chris für Lady-Metal.com