Saxon - Unplugged And Strung Up

Saxon

Band: Saxon

Album: Unplugged And Strung Up

Release Date: 22.11.2013

Label: UDR Music

Genre: Heavy Metal

Rezensent: Havoc

Tracklist:
01. Stallions Of The Highway (Remix)
02. Crusader (Orchestrated Version)
03. Battle Cry
04. The Eagle Has Landed (Orchestrated Version)
05. Red Star Falling (Orchestrated Version)
06. Broken Heroes (Orchestrated Version)
07. Call To Arms (Orchestrated Version)
08. Militia Guard
09. Forever Free (Re-recorded Version)
10. Just Let Me Rock (Re-recorded Version)
11. Frozen Rainbow (Acoustic Version)
12. Iron Wheels (Live Acoustic Version)
13. Requiem (Acoustic Version)
14. Coming Home (Acoustic Version)

Lineup:
Biff Byford - Vocals
Nigel Glockler - Drums
Doug Scarratt - Guitars
Paul Quinn - Guitars
Nibbs Carter - Bass

Danke an Netinfect für die Zurverfügungstellung des Albums.

Beurteilung

Die 1976 in Barnsley, England gegründeten Saxon sind neben Iron Maiden die wohl bekanntesten Vertreter im Heavy Metal Genre, die noch aus der Ära der NWOBHM (New Wave Of British Heavy Metal) bestand haben. Seit dem Release des ersten Albums im Jahre 1979 können die Briten auf ganze 20 Studioalben, die inzwischen fünfteilige „The Eagle has Landed“ Live-Alben-Reihe und mit dem vorliegenden Album auf die zweite Compilation mit Neueinspielungen und Neuinterpretationen bekannter Klassiker, zurückblicken. 

Saxon spielen bereits seit dem Jahr 2005 in der gleichen Besetzung. Damals kehrte Schlagzeuger Nigel Glockler nach einer siebenjährigen Pause wieder zur Band zurück. Mit dem Gitarristen Paul Quinn und dem Sänger Peter „Biff“ Byford befinden sich noch zwei Gründungsmitglieder in der Band. Für den wummernden Bass ist Tim „Nibbs“ Carter verantwortlich und den zweiten Gitarrenposten besetzt Doug Scarratt.

Für die Aufnahmen, den Mix und das Mastering zeigt sich Andy Sneap, bekannt durch zahlreiche Produktionen und seiner Zugehörigkeit bei den Bands Sabbat und Hell. Die Compilation enthält 14 Klassiker aus dem Fundus der Band, welche neu gemixt, neu aufgenommen und in akustisches oder orchestrales Gewand gesteckt wurden. 

Den Anfang macht „Stallions On The Highway“, welcher sich bereits auf dem Debütalbum befand und durch den neuen Mix in 34 Jahren nichts an seiner Intensität verloren hat. Die nächste Nummer ist „Crusader“ in der Orchesterversion. Eingefleischte Fans kennen diese Version bereits von der Bonusdisc des letzten Albums „Sacrifice“. Die Orchestrierung ist perfekt an den Song angepasst, welcher aufgrund seiner epischen Songstruktur geradezu für diese Sounduntermalung geschrieben worden ist.

Mit „Battle Cry“ befindet sich ein gewaltiger Ohrwurm vom Album „Rock The Nations“ auf dem Album, bevor ein ganzer Block an orchestrierten Songs Einzug in die heimische Stereo-Anlage findet. „The Eagle Has Landed“, „Red Star Falling“, „Broken Heroes“ und „Call To Arms“ erstrahlen allesamt in neuem Licht und gewinnen durch die Orchestrierung eine enorme Tiefe, welche die Songs majestätischer und epischer wie nie zuvor erstrahlen lässt.

„Militia Guard“ vom Debütalbum fügt sich durch das militärische Marschtrommel-Intro hervorragend in die bisherige Songreihe des Albums ein. Die beiden Neuaufnahmen „Forever Free“ und „Just Let Me Rock“ bilden die Vorhut für den darauf folgenden Block Songs mit akustischen Neuinterpretationen. „Frozen Rainbow“, „Iron Wheels (Live)“, „Requiem“ und „Coming Home“ schaffen durch die akustische Vertonung ein ganz neues Hörerlebnis, welches nicht zuletzt den Gesang von Ausnahmesänger Biff von einer ungewohnten Seite zeigen.

Die limitierte Digipak-Version des Albums beinhaltet zusätzlich noch die 13 Songs des 2002 erschienenen Compilation-Albums „Heavy Metal Thunder“ welches die größten Songs der Band als Neuaufnahmen beinhaltet und in keiner Sammlung fehlen sollte. Allen geneigten Hörern und auch allen Einsteigern kann dieses Package also nur ans Herz gelegt werden.

Fazit:
Als treuer Saxon-Fan war ich sehr begeistert als bereits vor ein paar Jahren hörte, dass eine Compilation mit Orchesterversionen auf den Markt kommen sollte. Am spannendsten war die Frage nach der Songauswahl und nach dem Teaser von der Bonusdisc auf dem aktuellen Studioalbum war ich mehr als begeistert von der gewaltigen Atmosphäre welche „Crusader“ in der neuen Version entfaltete. Als die endgültige Tracklist dann bekannt wurde, war ich dann doch etwas verwundert, dass nicht die altbekannten Klassiker Einzug auf die Tracklist gefunden haben. 

Doch bereits nach den ersten Durchläufen war klar: Dieses Album rockt, und zwar gewaltig!

Saxon haben einen gewaltigen Fundus an Songs, welche sich hervorragend für eine Orchestrierung beziehungsweise eine akustische Untermalung eignen. Die meisten Klassiker die man auf den durchwegs genialen Livekonzerten zu hören bekommt, sind absolute Kracher, eignen sich aber wenig bis gar nicht für eine Orchestrierung. Das Album ist eine hervorragende Gelegenheit weniger populäre Songs der Band kennen und schätzen zu lernen, denn Saxon hat mehr Klassiker im Repertoire als man glauben möchte.

Havoc für Lady-Metal.com

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