September Code - Remembering Mirrors

lady-metal.com

Band: September Code

Album: Remembering Mirrors

Label:
The Leaders Records

Release Date: 22.12.2012

Genre: Progressive Rock

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Humanize
02. B4U
03. Less Than A Moment
04. Beautiful As A Sin
05. Ordinary Orbit
06. War
07. There
08. Sub Care
09. Remembering Mirrors
10. D Day
11. Echovirus
12. Bass
13. XE Cute 2
14. Airth

Lineup:
d.k - Lead Voice & Guitar
s.p - Guitars
t.b - Bass
p.m - Keys & Piano
j.d - Drums & Back Vocals

Danke an Massacre Promotion für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

2002 wurde eine Band gegründet, bestehend aus erfahrenen Musikern, die sich aufmachten, um verwirrend-harmonische Klangfarben zu malen, die melodische Linien formen, um sich dann in originelle Kompositionen zu wenden. SEPTEMPER CODE haben es sich zur Aufgabe gemacht ihre musikalische Erfahrungen mit allen in jeglicher Form zu teilen. Bisher blicken sie auf das Debüt "2 Smiles Ago" und viele Headliner- und Festival-Shows zurück.

Was man durch die Kürzel der einzelnen Bandmitglieder nicht erfährt ist, wer genau hinter dieser Formation steckt. Doch schon beim ersten Song "Humanize" werden diese Wissenslücken auch schon wieder vergessen. Was sich einem hier bietet ist Progressive Rock, der sich an Szenegrößen wie Anathema oder die deutsche Formation Dante anlehnt. Zwischen sanften Klängen, die von Keyboard-Teppichen getragen werden, kann man immer wieder energievolle Ausbrüche erleben. Diese ebben ab, verschwimmen, verschwinden. Bis sich im sanften Meeresrauschen wieder eine gigantische Welle erhebt und sich über den am Strand stehenden Beobachter bricht. Hervorzuheben sind die Gitarrenläufe bei "Less Than A Moment", die schwerfällig-verliebt mit den Piano-Parts in trauter Zweisamkeit ein perfektes Stelldichein liefern und sich regelmäßig auch einzeln in den Vordergrund tänzeln. Dazu lassen sie noch den energievollen Gesang hinein, der mit ihnen eine energetische Verbindung eingeht. Das sind die Elemente, die man gefahrlos als "Flotten Dreier" von SEPTEMBER CODE bezeichnen kann. Doch auch die Drum-Arbeit ist nicht zu verachten, jedoch verliert man sie beim ganzen Geschehen manchmal etwas aus den Ohren. Präsent ist sie jedoch zu jeder Zeit.

Fazit: Was einem bei den ersten Takten vielleicht ein wenig dilettantisch und simpel erscheinen mag, entwickelt sich mit jedem weiteren Song zu purer Energie, die sich in alternativer Rock-Musik mit progressiver Schlagseite manifestiert. Und mal ganz ernsthaft gesprochen, diese Griechen erinnern mich einfach so stark daran, als ich einst zu "The Inner Circle"-Zeiten die Band Dante für mich entdeckte. Ähnlich ist der Klang, wenn auch die Titel kürzer. Genau so großartig die Herangehensweise der Produktion. Und das Artwork, wenn auch thematisch anders gelagert, von einer nahezu identischen verstörend-schönen Aura geprägt. Wer seinen Rock auch gerne mal emotional-beladen, aber nicht kitschig, und doch der gewissen Härte geliefert bekommt, der ist mit "Remembering Mirrors" genau an der richtigen Adresse. Ehrlicherweise muss man zugeben, dass es für den ganz großen Wurf alles zu abstrakt ist. Aber für einen festen Platz im Schatten der großen Bands und für Leute, die Schätze zu finden und schätzen wissen, ist dies genau die richtige Scheibe.

Chris für Lady-Metal.com

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