Seven Witches - Call Upon The Wicked

Seven Witches

Band: Seven Witches

Album: Call Upon The Wicked

Label: Massacre Records

Release Date:
03.06.2011

Genre: Heavy / Power Metal

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Fields Of Fire
02. Lilith
03. Call Upon The Wicked
04. Ragnarock
05. End Of Days
06. Mind Games
07. Harlot Of Troy
08. Eyes Of Fame
09. White Room
10. Metal Tyrant
11. Metal Asylum
12. Jacob

Lineup:
James Rivera - Vocals
Jack Frost - Guitar
Mike LePond - Bass
Taz Marazz - Drums

Danke an Massacre Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Mit "Call Upon The Wicked" liegt mir die mittlerweile achte Veröffentlichung der SEVEN WITCHES vor. Bisher ist die Gruppe gänzlich an mir vorbei gegangen. Das liegt aber auch an dem gespielten Genre, das wohl nie zu meinem Lieblingsbereich des Metal werden wird. Mit Bandkopf Jack Frost (ex-Metalium, Savatage) an der Gitarre, dem Sänger James Rivera (Helstar, Distant Thunder) und Mike LePond (Symphony X) am Schlagzeug ist die Kapelle durchaus hochkarätig besetzt.

Nun soll also laut Pressetext eine amtliche Rückkehr im wohl besten Line-Up der Band erschaffen worden sein. Gar wird vom abwechslungsreichsten und ausgereiftesten Album geschrieben, das von Joey Vera (Armored Saint) bei Mix und Mastering veredelt wurde. Jetzt bin ich aber doch gespannt. Versprochen wird schließlich einiges.

Musikalisch wird versucht eine Bandbreite von klassischen Judas Priest, Rainbow und einem Hauch Iron Maiden abzudecken. Bei "End of Days" kommt auch weiblicher Gesang zum Einsatz - eine Premiere im Werdegang von SEVEN WITCHES. Bis dahin klingt das ja alles ganz gut - doch es kommt dann ganz anders. Songwriting und Klang der einzelnen Stücke klingen sehr lieblos und ohne Druck. Dazu kommt der zu sehr im Vordergrund stehende, und oftmals gequält klingende, Gesang von James Rivera. Die Musiker an sich sind eindeutig alle feste Größen im Metal-Zirkus, aber zusammen mag das irgendwie nicht wirklich funktionieren.

Am Ende der regulären Platte steht mit "White Room" ein Cover der 70er Rocker The Cream, das skip-verdächtig durch den Metal-Wolf gedreht wurde. Die limiterte Auflage bietet dann noch Liveversionen der drei Stücke "Metal Tyrant", "Metal Asylum" und "Jacob". Darüber möchte man als Schreiber eigentlich lieber wenig Worte verlieren. Die Qualität sinkt hier noch einmal beträchtlich und hinterlässt einfach nur den Wunsch auf ein baldiges Ende.

FAZIT: Zu viele Spitzenköche verderben den Brei - so oder so ähnlich ist der Eindruck den "Call Upon The Wicked" hinterlässt.  Und auch das einzig wirklich auffällige Merkmal. Einzelne Songs können dabei nur schwer als Anspieltipp genannt werden. Die CD ist einfach anstrengend und ging nach der Hälfte der Spielzeit mächtig auf die Nerven. Eigenständigkeit blitzt nur vereinzelt auf und von der breiten Masse kann man sich damit nicht abheben. Demnach wurden die großen Versprechungen leider verfehlt und ich werde auch nach dieser Platte kein Freund des Power Metal werden. Die Anhängerschaft des Genres kann aber zugreifen und wird wohl kurzfristige Unterhaltung finden.

Chris für Lady-Metal.com

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