Shadowdream - De Sphaera Volvelle

Shadowdream

Band: Shadowdream

Album: De Sphaera Volvelle

Label: Naturmacht Productions

Release Date: 06.12.2011

Genre: Dark Ambient / Neoclassic

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Verse I - Prelude - Sul Bordo Della Costellazione
02. Verse II - A Morte Invocare
03. Verse III - Riflessione Di Illusioni
04. Verse IV - Ave Domini Inferi
05. Verse V - Interlude - Riflettendo Memorie
06. Verse VI - Costellazione
07. Verse VII - Gloria In Profundis Deofol
08. Verse VIII - Postlude - Proffondo Buoi
09. Bonus I
10. Bonus II

Lineup:
Rastko Periši? - Everything

Danke an Naturmacht Productions für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Zum wiederholten Male wagt sich das Label Naturmacht Productions in metalfremde Gewässer. Hinter SHADOWDREAM steht Mastermind Rastko Periši? aus Serbien, der unter dem Pseudonym Nocturnal agiert. Im Jahr 2005 gründete er dieses Projekt - bezogen auf alle vergessenen Königreiche, die unter dunklen Schatten entstanden. Dahinter stand das Anliegen die dunkle Seite des Ambient zu unterstreichen und diese mit Black-Metal-Klängen zu verbinden. Nach einer Demo, einer Split-Veröffentlichung, vier Alben und einer Compilation liegt hier also das mittlerweile fünfte Studioalbum für eine Rezension bereit.

Zu aller erst sei gesagt, dass der benannte Black Metal auf diesem Album außen vor bleibt. Auf Gesang verzichtet man ebenfalls komplett. Jedoch ist es erstaunlich, wie hier nach den ersten zwei (eher fröhlich anmutenden) Stücken ein Umbruch in eine düster-erhabene Atmosphäre stattfindet. Mit jedem Ton tropfen komplexe, naturnahe Klanglandschaften aus den Boxen. Diese ziehen einen bei näherer Betrachtung des Covers unwillkürlich in eine längst vergessene, aber dennoch minder interessante Welt, die von Imposanz, großen Bauwerken, Naturkatastrophen und einiger Mystik berichtet. Genau dies ist auch die Stärke des Albums. Man wird emotional erreicht und kann sich somit perfekt in diese Szenerie einfühlen. Zumindest dann, wenn man einiges Interesse an den alten Zeiten pflegt. Nach dieser bedrückenden Dark-Ambient-Reise sehnt man sich aber dennoch wieder nach einigem Frohmut.

Einzelstücke sind hier nur schwer aus dem Kontext zu reißen, weil das Gesamtwerk eine Story erzählt. Dieser muss man sich definitv öffnen, was auch beim ersten Durchlauf nur schwer gelingen mag. Jedoch muss man es einfach erleben, wozu musikalische Ergüsse in der Lage sein können und was sie im menschlichen Gemüt allerlei auslösen können. Mit einer Gesamtspielzeit von knappen 49 Minuten und zwei Bonussongs ist das Album ganz ordentlich bestückt. "De Sphaera Volvelle" erschien in einem Jewelcase mit 8-seitigem Booklet und einer streng limitierten Auflage von 300 Stück.

Fazit: Naturmacht haben wieder einmal den Brückenschlag geschafft und beweisen, dass es doch nicht immer Metal sein muss. Wer sich auch genrefremden Einflüssen öffnen kann wird von der Musik in die Arme genommen, in andere Dimensionen getragen und letztendlich von diesen fast erdrückt. Musik der schwermütigen Art, die viel Raum für fantasievolle Gedankenspiele lässt. Die Produktion ist für ein Underground-Label hochkäratiger Art und unterstreicht die Mixtur aus Dark Ambient und neoklassischen Sphären optimal. Abschließend noch ein Satz aus dem mitgelieferten Promotext: "Kunst bietet die Antwort zu den Fragen, die nicht beantwortet werden können!"

Chris für Lady-Metal.com

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