Shining / MonumentuM - Split

Shining / MonumentuM

Bands: Shining / MonumentuM

Album: Split

Label: Avantgarde Music

Release Date: 21.01.2013

Genre: Depressive Suicidal Black Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
Shining:
01. Pale Colors (Bay Laurel Cover)

MonumentuM:
02. The River (PJ Harvey Cover)


Lineup:
Shining:
Niklas Kvarforth – Vocals, Guitars, Keyboards
Peter Huss – Guitars
Andreas Larsen – Bass
Richard Schill - Drums

MunumentuM:
Roberto Mammarella – All Instruments

Besten Dank an Avantgarde Music zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Ich oute mich gleich zu Beginn dieser Rezension einfach mal als großer SHINING-Fan. In den letzten Jahren ließ ich keine Gelegenheit aus, die Schweden live erleben zu dürfen. Doch gerade der letzte Sommer schürte starke Zweifel in mir, ob die Band überhaupt noch lange überleben wird. Herr Kvarforths Stimme versank in den Untiefen der Hölle und außer krankhaftem Röcheln und kaschierendem Kinderlachen gab es für die Fans nichts mehr zu hören. Äußerst schade und keine sonderlich gute Perspektive für die Zukunft, da sich doch gerade die Stimme des Fronters für einen Großteil der Atmosphäre verantwortlich zeigt. Nun melden sich die Schweden mit einer weiteren Split-EP zurück und ich hoffe inständig darauf, mal wieder etwas geboten zu bekommen.

Beide Bands covern auf dieser Scheibe jeweils einen Hit alter Grufti-Combos. SHINING versuchen sich hierbei an dem Stück „Pale Colors“ von BAY LAUREL. Mir selbst war der Titel zwar schon bekannt, allerdings kannte ich weder den Namen, noch die Geschichte des Originalinterpreten. Kvarfoths Stimme klingt wieder überraschend vielseitig, düster und markant wie eh und je. Auch die minimalistischen Gitarrenarrangements wissen zu überzeugen. Der ganze Song bringt nur ein einziges großes Problem mit sich: Das Original klingt einfach noch wesentlich interessanter. Keine Frage, SHINING sind die absoluten Vorzeigekandidaten der DSBM-Szene, doch die obskure Ästhetik der Verzweiflung wird meiner Ansicht nach einfach nicht angemessen wiedergegeben.

Ähnlich verhält es sich mit der Interpretation von  PJ Harveys “The River”. MONUMENTUM ist ein Musikprojekt, das zwar bereits seit einigen Jahren aktiv ist, allerdings Mitglieder verschleißt wie andere Bands Gitarrenplugs. Umso erstaunlicher ist es, dass der Sound eigenständig und unergründlich mystisch klingt. Durch den durchgängigen Downtempo-Rhythmus und die wahrscheinlich absichtlich monoton gehaltene Stimme geht allerdings die tragende Grundstimmung des Harvey-Songs verloren. Schade eigentlich, doch was bleibt sind zwei gute Songs, die im Original eigentlich doch wesentlich spannender waren.

Fazit: Auf der einen Seite freue ich mich darüber, dass Kvaforth scheinbar wieder gut zu Stimme gekommen ist: Andererseits komme ich nicht dran vorbei darauf hinzuweisen, dass diese Veröffentlichung eigentlich relativ unnötig ist und sicherlich nur für knallharte Fans einen ernsthaften Kaufanreiz bieten kann. Beide Coverversionen schaffen es nicht, den Originaltracks die Krone aufzusetzen. Vielleicht sollte man sich statt dieser EP doch einfach mal mit den beiden Vorbildern auseinandersetzen.

Hardy für Lady-Metal.com

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