Svartsyn - Black Testament

Svartsyn

Band: Svartsyn

Album: Black Testament

Label: Agonia Records

Release Date: 28.05.2013

Genre: Scandinavian Black Metal        

Rezensent: Roba

Tracklist:
01. Intro
02. Revelation in the Waters
03. Venom of the Underworld
04. Demoness with seven Names
05. Carving a Temple
06. Eyes of the Earth
07. Rising Beast
08. Black Testament

Lineup:
Ornias - Alles

Besten Dank an Agonia Records für das Material

Beurteilung

Einmannprojekte sind im Black Metal nichts Neues und haben die Geschichte des Genres von Anfang an geprägt. Neben Quorthon (Bathory) gehört Ornias, der Künstler hinter Svartsyn eindeutig mit zu den prägenden Gesichtern. Seit 1994 treibt er sich in den dunklen Schatten des Metals herum und gibt sich dem Okkulten und den Toten hin.
Man könnte also getrost auch "oldschool scandinavian black metal" also Genrebezeichnung wählen. Das kann man an vielerlei Punkten festmachen. Fangen wir mit dem Ohrenscheinlichsten an, dem Sound. Man kann zwar kaum Noise vernehmen, also Kratzen oder dergleichen, aber die Gitarren sind verdammt dumpf und eben wie aus alten Tagen, der Gesang ist nicht wirklich geschrien, sondern eher dahingerotzt, vergleichbar mit Abbath. Dennoch trägt er noch einen stärkeren Thrashbeigeschmack und ist mit viel Hall ausgestattet. Der Bass ist sehr hintergründig, das Drumming sticht etwas heraus, wird aber immer noch vom sehr in den Vordergrund gerückten Gesang überstrahlt.
Musikalisch bewegen wir uns hier im typischen 90er Jahre Blackthrash, also auch Oldschool. Die Schlagzeuglinien sind etwas holprig und wirken manchmal etwas de platziert oder einen Tick zu spät. Ansonsten ist das Album ein Mix aus Blastbeatgeschrammel und langgezogenen Tongeflechten.
Lyrisch geht es um Dämonen, Dunkelheit und dergleichen.

Fazit: Ein durchaus uriges, kräftiges Album, was aber nichts Neues darbietet, was wiederum auch keineswegs beabsichtigt ist. Hier wird purer und straighter Black Metal geboten. Wer also wissen will, wie die Wurzeln des BM klingen, sollte hier mal reinhören. Für Leute, die mit dieser Art von Musik aufgewachsen sind, ist dieses Album auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Roba für Lady-Metal.com