Svartsyn - The True Legend

Bandname

Band: Svartsyn

Album: The True Legend

Label: Agonia Records

Release Date: 20.03.2012

Genre: Black Metal

Rezensent: Hellania

Trackliste:
01. Tearing Your Soul
02. The True Legend
03. Snake In The Garden Of Eden
04. Ghoulhaunted Forest
05. Under The Devil´s Moon
06. Cursed Blaze From The Castle
07. Shadows Painting My Eyes

Lineup:
Ornias – Vocals, Guitar, Bass
Zoran – Bass (Session Member)
Baruch – Keyboard, Drums (Session Member)


Danke an Agonia Records, die dieses Album zur Verfügung gestellt haben. 

Beurteilung

Für die Fans des düsteren Black Metals re-releasen SVARTSYN ihr 1996 erschienenes Album  „The True Legend“ erneut. Allerdings ist die Trackliste etwas anders aufgebaut und „Goatthrone“ fehlt komplett auf der neuen Scheibe. Eine weitere Veränderung birgt auch das Cover, welches neu designed wurde und somit präsentiert sich die Neuauflage als brandneues Gesamtwerk. Auch am Sound sowie an der Qualität wurde gearbeitet, um den Metalheads die Kreativität der Schweden glasklar vor Augen zu führen. Ein weiteres Highlight ist, dass dieses Album erstmalig auf Vinyl zu erhalten ist. Demnach kommen auch die Liebhaber der Schallplatten auf ihre Kosten.

Musikalisch weht ein Orkan durch das Album, der alles niederreißt, was sich ihm in den Weg stellt. Die sehr melodischen Riffs durchziehen jeden Song und bringen Lebendigkeit hinein. Der urtypische monotone Rahmen wird gesprengt, denn man arbeitet enorm mit Wechseln, die sich nicht nur um Tempo widerspiegeln, sondern auch in der Rhythmik. Es herrscht ein Grundtakt vor, der durch das dröhnende Schlagzeug in Szene gesetzt wird. Die Doublebase ist vordergründig und die Taktung zeitweise sehr hoch. Ab u zu rückt das Schlagwerk zu stark in den Vordergrund, sodass die anderen Klangwerkzeuge in den Hintergrund geraten. Der rauchige Shout untermalt die Vielseitigkeit SVARTSYNS und passt perfekt zum Gesamtbild. Die Texte greifen Themen wie Religion, Krieg und Zerstörung auf, die man auf markante Weise umsetzt. Die Musik klingt eher fröhlich und positiv, doch die Philosophie und der Bandname (übersetzt Pessimismus) ist eher satanisch negativ. Eine gekonnte Zusammenführung zweier Komponenten, die in dieser Form selten ist..

Soundeffekte werden wenige eingestreut. Der Hörer findet im Titel „Snake in the garden of Eden“ eine kurze Passage mit dem Piano und des weiteren ein Geigenintermezzo bei „Ghoulhaunted Forest“. Zudem ist der Gesang mit Hall unterlegt und gibt den Songs eine tragende Weite. Man legt sehr viel Augenmerk auf die instrumentale Seite, denn diese sind vorherrschend und der stimmliche Anteil wirkt nur ergänzend. Die Atmosphäre ist nicht düster oder drückend, sondern wirkt eher gewaltig und positiv, durch die raschen Wechsel. Eine komplexe Perkussion ist eindeutig spürbar, ebenso wie die Spannungsaufbauten.

Die Machart ist eigen und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Kaum eine Band beherrscht das Spiel mit den Melodien und dem Setzen von Highlights, so wie SVARTSYN. Der typische Black Metal ist natürlich hörbar und man ordnet die Schweden definitiv in dieses Genre. Doch gerade durch die fließende Grundstruktur, könnte man etwas an Viking Metal erinnert werden. Dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Album, da die Songs sehr ähnlich gehalten sind. Gewaltig und vor allem laut ist die Spielweise, die den Hörer in seinen Bann zieht.

Fazit: Das Album ist perfekt umgesetzt und zeigt eine breite Palette der instrumentalen Kunst auf. Nicht nur die vielen Tempi in den Songs, sondern auch die melodisch angehauchten Gitarren lassen keine Langweile aufkommen und als Hörer ist man gespannt, welche Überraschungen in den nächsten Titeln warten. Doch es bleibt auch zu sagen, dass gerade das Schlagzeug zeitweise etwas zu sehr an Intensität einnimmt und das Arrangement an Klarheit verliert. Trotzdem ist die Neuauflage hörenswert und keine Fehlinvestition.

Hellania für Lady-Metal.com

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