Svölk - Svölk 'Em All

Svölk

Band: Svölk

Album: Svölk 'Em All

Label: Napalm Records

Release Date: 18.11.2011

Genre:
Stoner Metal

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. 52
02. This Is It
03. Anchor
04. Sweet Agony
05. Miss Alcohol
06. 12 Times The Pain
07. End Of Days
08. Inferno
09. Dead:30
10. Time For The Dying
11. Warm Within
12. Overload

Lineup:
Knut Erik Solhaug - Vocals
Jo Inge Hemstad aka Jengt Castral - Guitar
Martin Østerhaug – Guitar
Halstein Røyseland – Bass
Jørgen Seger Haave – Drums

Danke an Napalm Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

SVÖLK kommen also aus Norwegen und steigen mit ungefähr 400 kg in den Rockring. Der Stil wird dabei selbstbewusst als "Bear Metal" angepriesen, der Hard Rock mit Metal aus den Tiefen norwegischer Wälder vermischt. Laut Promosheet wird das Gebotene dann als Stoner Metal vermarktet. Somit war meine Erwartung nicht gerade klein, da ich diesem Genre persönlich schon einiges abgewinnen kann.

Soundtechnisch geht man den aktuell bekannten Retro-Weg und erinnert dabei zum Beispiel an Graveyard. Referenzen kann man auch ganz klar an Klassiker wie Black Sabbath oder skandinavische Kapellen wie Mustasch vergeben. Klingt alles verdammt viel versprechend. Und ich kann euch sagen: Das ist es auch!

Vor allem der Opener "52" frisst sich mit seinen Melodieläufen direkt ins Gehirn. Bei den folgenden Nummern wird das schon schwieriger, da die Band trotz allem Groove den Anspruch hegt, nicht zu offensichtlich zu agieren. Doch leider gibt es dort kleine Abzüge, da die Kompositionen auch manchmal schlicht zu vertrackt oder ausufernd sind. Durch das Wiederholen einzelner Riffs kann aber auch andererseits gekonnt der Stoner-Touch eingeflochten werden.

Das Gesamtbild zeichnet sich eher doomig-schleppend, wobei auch einige Tempo-Ausbrüche nach oben oder unten festzustellen sind. So ist "Warm Within" eine richtig schmissige Nummer geworden. Die optimale Wahl wurde dabei mit Sänger Knut Erik Solhaug getroffen, dessen Organ wunderbar mit der Musik harmoniert. Die Instrumentenfraktion lässt dabei auch nur wenige Wünsche offen.

Zu guter letzt sei noch das Cover-Artwork erwähnt, das mit ein wenig Phantasie gleich zwei Bilder in sich beinhaltet. Diese sind zwar beim ersten Anblick nicht sofort erkenntlich, aber spannend ist es trotzdem dieses zu betrachten. Denn zu guter Musik gehört eben auch ein Artwork, das den Inhalt der Platte wiedergeben kann. Hier sehr gut gelungen!

FAZIT: Man mag vorwerfen, dass diese Band nur auf der aktuellen Retro-Welle schwimmt. Man kann aber auch vermerken, dass Napalm Records genau zum richtigen Zeitpunkt mit der Wiederveröffentlichung dieses Albums um die Ecke kommt. Das Debüt-Album der Schweden ist also durchaus überzeugend und mitreißend geworden. Staubtrocken und doch organisch peitschen die Riffs aus den Boxen - so wie es sich eben für ein anständiges Stoner-Metal-Scheibchen gehört. Das Album hat Herz und Seele. Und damit auch genau das, was ein richtig gutes Rockalbum im Dasein zu vieler pseudo-professioneller Kapellen braucht. Mit dem Songwriting ist zwar noch Luft nach oben, aber das ist dann schon Meckern auf einem hohen Niveau. Wer also schon Gruppen wie Graveyard abgefeiert hat, wird auch hier fündig werden.

Chris für Lady-Metal.com

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