Tattered Soul, Varulv, Nightforest - When Life brings Sorrow beyond Death

Tattered Soul, Varulv, Nightforest

Band: Tattered Soul, Varulv, Nightforest

Album: When Life brings Sorrow beyond Death

Label:  Naturmacht Productions

Release Date: 30.05.2012

Genre: Black Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
Tattered Soul
01. Necromancer
02. The Art of Death
03. As Ravens Call

Varulv
04. Herbststurm
05. Eternal Darkness
06. Opfer

Nightforest
07. A Tomb so cold
08. Into the ancient Forest
09. Saeculum Timoris

Lineup:
Tattered Soul
Bane - Vocals
Set - Bass
Varyag - Guitars
Wyvern - Guitars
Suchy - Drums

Varulv
Inferius – Vocals
Abominator - Vocals
Agrimoth – Bass
Grimnyr – Bass, Drums
Azazel – Guitars
Irrah den Fryktelige – Guitars

Nightforest:
Svart – Vocals
Da-Vite – Drums
Taranis – Different Instruments

Besten Dank an Naturmacht Productions zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Mit der neuen Split "When Life brings Sorrow beyond Death" schickt das Label "Naturmacht Productions" drei seiner Nachwuchskünstler ins Rennen. Alle vertretenen Bands kommen aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland und Österreich) und spielen ziemlich rauhen Blackmetal. Da allerdings sowohl Stil als auch Aufnahmequalität zwischen den Gruppen stark variiert, bietet sich eine einzelne Betrachtung der Beiträge an.

Tattered Soul:
Die Berliner von TATTERED SOUL haben in den letzten Jahren mehrere Demoveröffentlichungen und sogar schon ein Album aufgenommen, wodurch bereits mancher Schwarzmetaller auf die Truppe aufmerksam geworden sein dürfte.Für diese Split wurden übrigens die selben Tracks beigesteuert, wie sie vor kurzem auch auf der Single "As Ravens call" veröffentlicht wurden.
Leider hat der Sound der Kompositionen absoluten Democharakter. Das Rauschen der Aufnahmen lässt sich kaum noch mit der blackmetal-typischen Atmosphäre rechtfertigen, da sogar ein großer Teil der Tieftöne dem blechernen Klang zum Opfer gefallen ist. Dies ist besonders schade, da die Songs  musikalisch recht erträgliches Material bieten. Besonders der Opener "Necromancer" erinnert mich stark an Bands wie BEHEXEN oder ANGANTYR. Wer auf kompromisslosen Blackmetal der skandinavischen Schule steht und über die Qualität der Aufnahmen hinwegsehen kann, darf sich die Songs deshalb trotzdem beruhigt mal zu Gemüte führen.

Varulv:
Die Österreicher von VARULV steuern die ersten richtig neuen Titel für diesen Silberling bei. An der Produktion der Titel hat sich im Vergleich zu dem Anfang der Split leider nichts gebessert. Wenn überhaupt ist das Gegenteil der Fall, was sich in erster Linie dadurch äußert, dass der Bass maximal noch zu erahnen ist. Im Gegensatz zu TATTERED SOUL lässt sich dieses Problem nun auch nicht mehr durch die wenigstens teilweise vorhandene Qualität der Musik kompensieren. Besonders bei dem Titel "Eternal Darkness" wird auf einfachste Strukturen gesetzt, die jeder Blackmetaller schon tausende Male gehört hat. Zudem klingen die Sänger nicht mehr kratzig, sondern schon heiser. Sehr schade, nachdem die Truppe ihr Material sogar schon auf einer Split mit HELLSAW veröffentlichen durfte, hätte ich eigentlich etwas mehr erwartet.

Nightforest:
Auch bei NIGHTFOREST handelt es sich um eine österreichische Band, die bereits einen Langspieler veröffentlichen konnte. Diese musikalische Erfahrung hört man dem Trupp an. Schon bei dem ersten beigesteuerten Song "A Tomb so cold" macht sich eine deutliche Steigerung gegenüber dem bisherigen Teil der Split bemerkbar. Tempi- und Rhytmuswechsel prägen den Aufbau der Songs, wodurch eine unberechenbare Atmosphäre entsteht. Die progressiven Grundtendenzen innerhalb dieser eigentlich recht brachialen Musik dürften dafür sorgen, dass nicht nur Fans des oldschooligem Blackmetal, sondern auch DSBM'ler und Darkmetaller auf ihre Kosten kommen. An diesem letzten Drittel der Scheibe lässt sich zumindest von meiner Seite aus nichts aussetzen.

Fazit: Insgesamt wird der größte Teil dieser Split-Veröffentlichung von Blackmetal-Klischees beherrscht. TATTERED SOUL und VARULV bestechen leider weder durch Innovation, noch schaffen sie zu den Helden der Untergrund-Szene aufzuschließen. Die Aufnahmequalität der Songs wirkt zudem schon beinahe provokant und trägt nicht wie bei anderen Bands aus diesem Genre zu der Stimmung bei, welche von der Musik erschaffen wird.
NIGHTFOREST schaffen es hingegen durch wirklich gut gespielten Blackmetal zu überzeugen, der zu manchen Zeitpunkten brutal, in anderen Momenten wiederum eher progressiv daher kommt. Wer diese Gruppe noch nicht kennt, darf sich bedenkenlos mit ihr auseinandersetzen.
Als Resümee würde ich den Lesern dieses Reviews allerdings empfehlen, lieber auf den nächsten Langspieler von NIGHTFOREST zu warten. Zu lange dauert es, bis die Truppe auf dieser Split zu Wort kommt. Dafür darf bei deren nächstem Outpout gerne wieder zugegriffen werden.

Hardy für Lady-Metal.com

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