The Silver Shine - In the Middle of Nowhere

The Silver Shine

Band: The Silver Shine

Album: In the Middle of Nowhere

Label: Wolverine Records

Release Date: 19.04.2013

Genre: Punk/Rock'n'Roll

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. In The Middle Of Nowhere
02. If I Was To Start It All Again
03. Never Again
04. Faded Newspapers
05. Jolene
06. Open Your Eyes
07. I Am Sorry I Was Wrong
08. Just Make Your Guns
09. On The Way Back Home
10. Tainted Love

Lineup:
Krista Kat - Vocals, Bass
Ati Edge - Vocals, Guitars
Furo - Drums

Danke an Wolverine Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

THE SILVER SHINE sind in der Punkabilly-Szene alles andere als unbekannt geblieben. Alben wie „Don’t trust the Girl with the Chainsaw“ gingen ins Ohr und gaben bereits über ihren Titel eine lebenswichtige Weisheit weiter. Nun steht seit wenigen Tagen der neueste Output des durchgeknallten Trios in den Läden und wartet darauf, auch von uns etwas genauer unter die Lupe genommen zu werden.

Kaum wandert der Finger auf die Play-Taste wird auch schon in guter alter NEKROMANTIX-Manier losgerockt. In einem meist gedrosselten Tempo spielt die Gitarre punkige Riffs, die auch von TIGER ARMY oder alten SAMHAIN stammen könnten. Bass und Schlagzeug begnügen sich damit, den Takt vorzugeben und verzichten weitestgehend auf spektakuläre Experimente. Insgesamt bleibt musikalisch somit ein solide verputztes Grundgerüst, ohne auffälligen Anstrich.

Gesanglich wechseln Bassistin Kat und Gitarrist Edge regelmäßig die Rollen, was den einzelnen Songs im wahrsten Sinne des Wortes nochmal eine besondere Note verleiht. Keiner der beiden zeichnet sich durch eine herausragende Gesangsausbildung aus, was die Authentizität der Stücke allerdings nur noch verstärkt– So sollte sich Garagen-Punk anhören! Schließlich blieb Glenn Danzig auf den ersten MISFITS Platten auch niemandem durch seine glasklaren Vocals im Gedächtnis. Wenn wir schon beim Thema sind, der Song „Jolene“ erinnert mittelschwer an das Kultalbum „American Psycho“. Nicht zuletzt deshalb dürfen auch alle kohlebemalten Horrorpunks mal für einen Augenblick ihren schwarzen Nagellack zur Seite stellen und sich mit diesem Release auseinandersetzen.

Für die meisten Metaller, die unsere Seite besuchen, dürfte diese Scheibe wahrscheinlich etwas zu soft sein. Ich möchte trotz allem mal wieder auf den enorm hohen Flirtfaktor hinweisen! Es ist egal, ob man mit einer jungen und womöglich nur knapp bekleideten Dame aus dem Kino oder der Kneipe kommt. „In the Middle of Nowhere“ stellt sicherlich ein gutes Mittel dar, um sie noch dazu zu bewegen, ihren ein oder anderen Fetisch bereitwillig zu teilen.

Fazit: THE SILVER SHINE lehnen sich mit ihrer musikalischen Leistung alles andere als weit aus dem Fenster. Selbst für ein Punk-Album wird relativ minimalistisch vorgegangen. Trotzdem oder vielleicht tauch gerade deswegen gehen die Songs ins Ohr und machen den Fuß des Hörers zum Metronom, das fleißig mit wippt. Als besonderen Anspieltipp empfehle ich die Coverversion von SOFT CELLs „Tainted Love“.

Hardy für Lady-Metal.com

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