The Sword - Apocryphon

The Sword

Band: The Sword

Album:
Apocryphon

Label: Napalm Records / Razor and Tie Entertainment

Release Date: 22.10.2012

Genre: Stoner Rock

Rezensent:
Hardy

Tracklist:
01. The Veil of Isis
02. Cloak of Feathers
03. Arcane Montane
04. The hidden Masters
05. Dying Earth
06. Execrator
07. Seven Sisters
08. Hawks and Serpents
09. Eyes of the Stormwitch
10. Apocryphon

Lineup:
J.D. Cronise – Vocals, Guitars
Kyle Shutt - Guitar
Bryan Richie - Bass
Santiago Vela III - Drums

Vielen Dank an Napalm Records für das zur Verfügung stellen des Materials.

Beurteilung

What the Fuck? THE SWORD haben ein neues Album aufgenommen? Wie zur zugefrorenen Hölle konnte das denn an mir vorbei gehen? Anscheinend sitzt mein Cogito noch immer irgendwo mitten im Nirvana, wo es die Band schon mit ihrer letzten Scheibe „Warp Riders“ hingeschickt hat. Mutterseelenallein wurde mein Geist dort zurückgelassen und bahnt sich nun wieder den Weg in meine Großhirnrinde, damit ich mich mit dem aktuellen Silberling „Apocryphon“ auseinandersetzen kann.

Weniger doomig als bisher, aber in dem altbekannten und unverkennbaren Stil kriechen bereits die ersten Töne des Openers „The Veil of Isis“ aus den Boxen und breiten sich über das gesamte Universum aus, um sich unsere liebe Erde für eine Stunde mal etwas langsamer drehen zu lassen.
Verspielte Gitarrenläufe bestimmen nicht nur den ersten, sondern eigentlich sämtliche Songs dieses Albums. Von den eher ruhigeren Grundrhythmen wird allerdings kaum abgewichen. Häufig benötigt man beide Ohren und seine gesamte Aufmerksamkeit um die Komplexität der einzelnen Instrumente überhaupt heraushören zu können. Und genau das macht „Apocryphon“ aus – man muss es immer und immer wieder hören, um begreifen zu können welches fremdartige Wesen da eigentlich in der heimischen Anlage rotiert.

Die musikalische Ausrichtung der Truppe ist diesmal dem Stoner Rock so eindeutig zuzuordnen, wie niemals zuvor. Die doomigen Anfänge sind THE SWORD zwar noch manchmal anzuhören, meistens wird allerdings eine interessante Kombination aus Stoner und rockigem Heavy-Metal gespielt. Orientiert wird sich offensichtlich an Bands wie BLACK SABBATH (Die Vocals erinnern unschwer an frühe OZZY OSBOURNE), SAMMY HAGAR, MASTODON und MY SLEEPING KARMA. Bei genauem Hinhören machen sich allerdings auch Ähnlichkeiten zu neueren Bands wie beispielsweise BURDEN bemerkbar.

Meine Anspieltipps  sind “Cloak of Feathers“ und „Hawks and Serpents“. Die zehn Songs gehen sich zwar qualitativ kaum aus dem Weg, doch diese beiden Kracher schaffen es durch ihre Verspieltheit und Liebe zum Detail sogar noch mehr zu überzeugen als die anderen Tracks des Scheibchens. Wer auf tiefe Bassläufe steht, sollte sich hingegen unbedingt einmal mit dem Titel „Eyes of the Stormwitch“ auseinandersetzen. Ich würde wetten, dass jedem Bassisten schon zu Beginn ein dreckiges Grinsen ins Gesicht wandert.

Fazit: „Mom, wo hast du schon wieder die Wasserpfeife und mein Kaleidoskop hingeräumt?“ Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieser Satz einigen jungen Menschen über die Lippen kommt, wenn sie dem neuen Album von THE SWORD lauschen werden. Geboten wird genialer Stoner Rock, der sich nicht nur gemächlich, sondern auch unglaublich verspielt präsentiert. Wer einfach mal die Füße hochlegen möchte, um sich einige Gedanken über die Krümmung des Raums zu machen, sollte unbedingt auf diese Musik zurückgreifen. Allerdings empfehle ich auch allen anderen ein Probehören – Kommt mal runter und chillt ein bisschen;-)

Hardy für Lady-Metal.com

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