Thormesis - Trümmerfarben

Thromesis

Band: Thormesis

Album: Trümmerfarben

Label: MDD Records

Release Date: 10.02.2017

Genre: Pagan Black Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Intro - Aetas Nova
02. Trümmerfarben
03. Waheelas Fährte
04. Lodernd Flammen
05. Die Klagen der Einöde
06. Verblasst
07. In?Stille wachen die Toten
08. Im Herbst trugen sie mich fort
09. Outro - Vale

Lineup:
Velsir - Vocals, Guitars
Travos - Vocals, Guitars
Berucas - Bass
O.D. - Drums

Besten Dank an MDD Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

In der Zeit von Bandcamp, Youtube und Facebook ist es dem musikbegeisterten Menschen beinahe unmöglich, sich nicht ununterbrochen mit neuen Bands konfrontiert zu sehen. Mein erster Kontakt mit THORMESIS war vor einigen Jahren jedoch tatsächlich noch physischer Natur, als mir ein Freund (es müsste ca. 2010 / 2011 gewesen sein) ihren damals aktuellen Langspieler "Vergangene Asche" in die Hand drückte. Als ich das Album hörte, konnte ich mit dem auf Eingängigkeit getrimmten Paganmetal nur wenig anfangen. Trotzdem blieb der Name hängen und ich verfolge seither den Werdegang der Band. Und was soll ich sagen (bzw. schreiben)? Es war gut so. Die Jungs aus Bayern haben sich seitdem enorm entwickelt und Songs wie "Des Wolfes letzter Gang" hallen regelmäßig durch die Flure meines Privatpalastes (Oh, sorry! Da habe ich wohl gerade die Tablettendosen durcheinander gebracht).

Vor wenigen Monaten haben THORMESIS nun ihr fünftes Album "Trümmerfarben" veröffentlicht. In diesem Zusammenhang hat es auch eine digitale Version des Werkes auf meinen heimischen Seziertisch geschafft. Schon im Vorfeld war ich gespannt, ob es die Qualität der beiden Vorgängerwerke halten könne. Eine klare Antwort auf diese Frage kann ich leider auch jetzt nicht geben. Klar ist aber auf jeden Fall, dass der eingeschlagene Weg konsequent weitergegangen wird.

Oh Mann Hardy, du gibst dich aber wieder übertrieben mystisch. Was hat das Ganze denn nun konkret zu bedeuten? Naja, THORMESIS haben schon vor Jahren sämtlichen "Kitsch" aus ihrer Musik verbannt und diesen durch progressive Elemente ersetzt, die immer wieder auch an andere Musikrichtungen angelehnt sind (z.B. Ambient, Post- oder Doommetal). Genau diese düstere, musikalisch verspielte Ausrichtung ist auch die große Stärke von "Trümmerfarben". Songs wie "Waheelas Fährte" oder "Verblasst" glänzen durch den Einsatz von choralem Klargesang, und großen Abwechslungsreichtum im instrumentalen Bereich. Leider gibt es diesmal aber auch Titel, die das Niveau der genannten Stücke nicht halten können und den Gesamteindruck somit schmälern. So ist der titelstiftende Opener "Trümmerfarben" beispielsweise treibend, jedoch insgesamt relativ unspektakulär.

Fazit: Was nach mehrmaligem Hören des Albums bleibt, ist ein durchaus positiver Gesamteindruck. Auch diesmal sind wieder mehrere Stücke enthalten, welche mir sicherlich so schnell nicht aus dem Kopf gehen werden. Allerdings können nicht alle Tracks miteinander konkurrieren, was auch einen Einfluss auf die Kohärenz des Langspielers hat.

Hardy für Lady-Metal.com

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