Timor et Tremor - Upon bleak grey Fields

Timor et Tremor

Band: Timor et Tremor

Album: Upon bleak grey Fields

Label: Black Skull Records / SMP-Records

Release Date: 15.06.2012

Genre: Pagan Black Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Of Fame and Doom
02. Solstice
03. Eternal Woe
04. Nights Radiance
05. Shores of Light
06. Helrunar
07. Funeral Dawn
08. Northern Lights (Re-Recording)

Lineup:
Hendrik – Vocals
Marco – Guitars
Martin – Guitars
Jan - Drums

Besten Dank an SMP-Records und Trollzorn zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Die vier Jungs aus Kassel legen mit "Upon bleak grey Fields" ihr langerwartetes Label-Debut vor.
Leicht haben es die Musiker in ihrer Vergangenheit wahrlich nicht gehabt. Schon mit ihrer ersten Band TWILIGHT PROPHECIES kam kein ganzes Album zustande und auch TIMOR ET TREMOR zieht bereits seit mehr als einem halben Jahrzehnt seine Kreise im hessischen Blackmetal-Untergrund. Ich verfolge die Demo-Veröffentlichungen der Truppe schon seit ihren Anfangstagen und hoffe darauf, dass nun endlich gut wird, was schon so lange währt.
Entsprechend gespannt bin ich, als die ersten Töne der Scheibe aus meinen Lautsprechern tönen...

Eröffnet wird der Silberling mit windigen Naturklängen, die erst durch eine einsame Gitarre und danach um eine ruhige Sprechstimme ergänzt werden. In einem starken Kontrast zu dieser progressiven Einleitung explodiert der erste richtige Track "Solstice” mit einem eingängigen Riff und einem Doublebase-Feuerwerk, das sich gewaschen hat.

Das gesamte Album lebt von einem steten Wechsel zwischen Aggression und Melodie. Dies äußert sich zum einen in den unterschiedlichen Geschwindigkeiten innerhalb der Songs und zum anderen in der vielseitig eingesetzten Stimme von Hendrik. In beinahe jedem Song wird geschrien, gesprochen und gesungen was das Zeug hält. Ich vermute HELRUNAR war in diesem Bereich eines der Vorbilder der Band.

Besonders auffällig ist bei diesem Werk vor allem die Gitarre, welche einzelnen Songs einen wirklich hymnenhaften Charakter verleiht („Shores of Light“, „Eternal Woe“). Langeweile kommt dank diesem Riffing und der Abwechslung in Melodie und Stimme glücklicherweise über die ganze Spielzeit hinweg nicht auf.

Es ist allerdings erwähnenswert, dass sich die heidnischen Elemente der Band auf einer rein sprachlichen Ebene bewegen. Zwar geht es textlich um die hessischen Ahnen der Musiker, es werden jedoch keinerlei eingestaubte Tröten oder Mundtrommeln aus dem Schrank geholt. Wer also auf Musik im Bereich RABENWOLF oder SVARTSOT gehofft hat, sollte sich lieber mit einer gewissen Vorsicht an dieses Album heranpirschen. Wer hingegen mit melodischem Blackmetal rechnet, wird von TIMOR ET TREMOR mit einer Dreiviertelstunde Wellness für die Ohren belohnt. Es bewegen sich zwar nicht alle Songs auf dem selben Niveau, insgesamt musiziert die Truppe allerdings schon auf einem relativ hohem Standard (Vor allem wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um ihre erste Labelveröffentlichung handelt).

Fazit: TIMOR ET TREMOR liefern mit „Upon bleak grey Fields“ ein rundum gelungenes Werk ab. Hier wird das Rad zwar nicht völlig neu erfunden, dafür schaffen die Jungs eine düstere Atmosphäre wie die Großen. Besonders der Wechsel zwischen naturromantischen Melodien und kriegerischem Schlachtenlärm vermag den Hörer auch bei mehrmaligem Durchlauf zu fesseln.
Meiner Meinung nach zählt die Gruppe zusammen mit SCHATTENREICH zu den Hoffnungsträgern unter den deutschen Blackmetal-Newcomern.

Hardy für Lady-Metal.com

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