Trillium - Alloy

Trillium

Band: Trillium

Album: Alloy

Label: Frontiers Records 

Release Date: 
04.11.2011

Genre: Gothic Pop Rock

Rezensent: Roba

Tracklist:
01. Machine Gun
02. Coward
03. Purge
04. Utter Descension
05. Bow To The Ego
06. Mistaken
07. Scream It
08. Justifiable
09. Path Of Least Resistance
10. Into The Dissonance
11. Slow It Down
12. Love Is An Illusion (Bonus Track)

Lineup: Amanda Somerville + friends

 

Besten Dank an Frontiers Records für das Bereitstellen der Musik.

Beurteilung

Es ist ja mit dem Gothic Metal so eine Sache. Es gibt die Vorreiter, die Unerreichten. Within Temptation (die für mich zu den individuellen Bands des Genres gehören), altes Nightwish und vielleicht auch Epica. Dann gibt es tonnenweise profillose Nachmacher-Bands, die alle eine schöne 90-60-90 Frau als Sängerin haben, die jedoch gesanglich meist nur auf Tonband "gut" klingen. Jedoch fehlt schon da jegliche Ästhetik oder Individualität. Denn mit "gut" meine ich langweiliger Durchschnitt, wie der Rest der Musik dann meist auch. Blöderweise, sind das die, die bei der Masse ankommen, wen wundert's?
Zum Glück gibt es jedoch eine riesige Bandbreite an Underground-Gruppen, die Gothic Metal machen und keinen Schnuller-Pop-Mischmasch. Genannt seien zum Beispiel Todesbonden oder Draconian. 

Bei Alloy nun war ich sehr gespannt, in welche Katagorie ich die Musik stecken kann. Von der Beschreibung wusste ich, dass es zumindest kein Untergrund sein konnte. Auch wenn ich den Künstlernamen noch nie gelesen habe. Was aber nichts bedeutet. Dann las ich Melodic Metal, female fronted. Da dachte ich mir: 'Hm hoffentlich ist das nicht so ne Popmukke mit ner langweiligen Durchschnittssängerin.'.
Ich sollte bitterlich enttäuscht werden.

Schon der erste Track ist sowas von Klischee Pop Rock, dass das Langeweilebarometer direkt in die Höhe schoß. Das da die liebe Amanda mal was gaaaaanz Neues probieren wollte, ist nicht zu hören. Das ist alles so 0815, dass ich mir die Mühe sparen kann, die Lieder einzeln vorzustellen. Aber vom Songwriting, über die Stimme, bis hin zum Sound und den Arrangements ist es ein schlechter Epicaverschnitt, so wie es schon tausende andere Bands gibt. 
Freilich ist, objektiv gesehen, die Stimme solide, genau wie der Rest, aber Musik muss leben und etwas Besonderes in einem wecken, und nicht solide sein.

Fazit: Einzigartigkeit: Fehlanzeige. Metal: Fehlanzeige. Besonderheiten: Fehlanzeige. Langeweile: Unermässlich. Dies ist ein weiteres möchtegern Album, dass vielleicht einer anspruchslosen Masse genügt, aber niemandem der Metal/Musik lebt und wirklich innig versteht. Und nur weil die Gitarren stacatto spielen und bissle hart abgemischt sind, ist das noch lange kein Metal. Mehr ist da leider nicht zu sagen. 

Roba für Lady-Metal.com

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