Tulsadoom - Barbarian Steel

Tulsadoom

Band: Tulsadoom

Album: Barbarian Steel

Label: Nihilistic Empire

Release Date: 30.03.2012

Genre: Thrash Metal / Speed Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. The Glory of Thulsa Doom
02. Attack the God of the four Winds
03. Fuck the God of the four Winds
04. Doomrider Madness
05. Barbarian Beer Attack
06. The Hammer of Thorgrim
07. Barbarian Bitchfuck
08. Virgin Penetrator
09. Tulsaride
10. The Gateway
11. Enter the Snakecult

Lineup:
King Totolva - Vocals
Virgin Penetrator - Guitars
Mandamus Dusk - Guitars
Rick Thunder - Bass
Doktharr Radiovodnik - Drums

Vielen Dank an Tulsadoom für das zur Verfügung stellen des Materials.

Beurteilung

Ich habe seit Kurzem das Gefühl, dass Thrashmetal momentan ein kleines Revival erlebt. In meiner Erinnerungen gibt es Konzerte, die vor wenigen Jahren noch äußerst dürftig besucht waren. Doch mittlerweile scheint sich das öffentliche Interesse und deshalb auch die Zahl der Veröffentlichungen wieder zu häufen. Neben Bands wie CHAOS THEORY und SCARLET ANGER veröffentlichen diese Tage somit auch TULSADOOM ihr Debütalbum, um den Szenegängern mit ihren Streitäxten mal ordentlich die Köpfe zu spalten.

Der Titel des Albums „Barbarian Steel“ verrät schon, womit auf dieser Veröffentlichung zu rechnen ist. Es wird weder New-Wave noch kommerziell ausgelegter Thrash gespielt. Stattdessen weren die Oldschool-Keulen ausgepackt, um die Barbaren auf ihrem Siegeszug zu unterstützen. In diesem Sinne bewegt sich der Sound irgendwo zwischen Thrash-Elementen, traditionallen Heavy-Sounds und typischem Speedmetal.

Die Gitarrenriffs versuchen hierbei nicht durch besondere Komplexität zu glänzen, sondern sind in der Regel äußerst eingängig gehalten (Z.B. bei „Doomrider Madness“). Hierdurch werden die meisten Kompositionen besonders mitgrölfreundlich, was sich gerade bei Liveauftritten als besonderer Pluspunkt herausstellen könnte. Die absichtlich spaßigen Lyrics der Truppe tragen das Übrige zu dieser Stimmung bei. So kann der Song „Barbarian Beer Attack“ durch seinen Text („Raise your beer into the air“) beispielsweise durchaus als versoffene MANOWAR-Parodie gesehen werden.

Am meisten überzeugen mich auf diesem Output jedoch die Leistungen des Bassisten Rick Thunder. Glücklicherweise bekamen er und sein Instrument auf dieser Scheibe genug Raum um entsprechend ihrer Fähigkeiten wirken zu dürfen. Titel wie „Attack the God of the four Winds” oder „Enter the Snake Cult“ provozieren den Hörer nämlich ungeniert den Bassregler der Anlage bis zum Anschlag nach oben zu schieben: Aber warum auch nicht? Wenn die Nachbarn kommen, um sich beschweren, wird ihnen der missbrauchte Windgott vor die Füße geworfen. Sollten sie daraufhin immer noch nicht verschwinden, ist klar wer als nächstes im privaten Folterkeller landet.

Am ehesten vergleichbar scheint mir der Sound der Österreicher mit WOLFEN, SABBAT oder BLIZZARD. Man sollte also schon eine gewisse Assi-Attitüde und Vorliebe für harte Klänge haben. Falls diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, steht dem Spaß jedoch nichts mehr im Wege. In diesem Fall empfehle ich einfach „Conan der Barbar“ oder „GOR“ in den DVD-Spieler einzulegen, den Ton auszuschalten und stattdessen der neuen Scheibe von TULSADOOM zu lauschen.

Fazit: TULSADOOM liefern mit ihrem Debutalbum „Barbarian Steel“ den passenden Soundtrack für den nächsten Kreuzzug. Sicherlich werden hier musikalisch keine zu großen Experimente gewagt, doch wer Spaß an oldschooligem Thrashmetal und rockige Saufhymnen hat, darf bei diesem Album beherzt zugreifen. Anspieltipps meinerseits sind übrigens „The Glory of Thulsa Doom“, „The Hammer of Thorgrim” und “Virgin Penetrator”.

Hardy für Lady-Metal.com

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