NIGHT WARRIORS FESTIVAL 2011

Running Order:
01:00 - 02:00 Uhr One Man Army And The Undead Quartet
23:50 - 00:40 Uhr Heidevolk
22:45 - 23:30 Uhr Mambo Kurt
21:45 - 22:30 Uhr Nachtblut
20:45 - 21:30 Uhr Hellsaw
19:45 - 20:25 Uhr Nothgard
18:50 - 19:30 Uhr Vroudenspil
17:55 - 18:35 Uhr tuXedo
17:00 - 17:40 Uhr Zodiac Ass
16:05 - 16:45 Uhr U.G.F.
15:15 - 15:50 Uhr Res.42
14:25 - 15:00 Uhr Wrath Alliance

Live für euch dabei waren an den Kameras: Nicole, Rainer und Lady_Metal, sowie unser Berichterstatter in front of the stage and backstage: Flo

WRATH ALLIANCE

RES.42

U.G.F. - Underground Groove Front

ZODIAC ASS

tuXedo

VROUDENSPIL

NOTHGARD

HELLSAW

NACHTBLUT

MAMBO KURT

HEIDEVOLK

ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET

NIGHT WARRIORS IN FRONT OF THE STAGE AND BACKSTAGE

Flo lässt den Tag beim Night Warriors Festival Revue passieren:

Night Warriors Festival 2011
01. Oktober 2011 - Messehalle, Ried im Innkreis (A)

Die volle Ladung Metal zum Geburtstag

Zum ersten Night Warriors Festival, veranstaltet von den Metalheads Schärding und allen voran ihrem Obmann Michael Sallaberger, fanden sich bei bestem Wetter unseren Schätzungen zufolge rund 500 Metalheads ein, die sich dieses herbstliche Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Zu seinem Geburtstag verpflichtete Michael Sallaberger gleich ein komplettes Dutzend Bands aus Schweden, den Niederlanden, Deutschland und natürlich Österreich, die sich gut einen halben Tag Zeit nehmen durften, um dem Publikum eine ordentliche Portion überwiegend extremen Metal zu bescheren. Abwechslung war durch den breit gefächerten Stilmix ohnehin garantiert und sorgte so für eine bunte Veranstaltung.

Night Warriors Festival

RES.42 betraten nach den Gentleman-Metallern von WRATH ALLIANCE, von denen wir leider nicht mehr das ganze Set erleben konnten, die Bühne und glänzten mit ihrem bodenständigen Heavy Metal. Frei nach dem Motto: Wenn's nicht rockt, isses für'n Arsch! Demnach gaben sich die vier Herren von ihrer besten Seite und konnten die noch wenigen Besucher schon in Stimmung bringen. Aufsehen erreichte mit Sicherheit Schlagzeuger und Sänger Johannes, der seinen Job im Stehen verrichtet, und somit dem Publikum näher erscheint. Bei der Saiten-Fraktion erreichte man dies einzig und allein durch die perfekt interpretierten Riffs und Solos sowie Bassrhythmen. Im Set von RES.42 finden sich nicht nur Eigenkompositionen, sondern auch diverse Cover altbekannter Rockgrößen aus den 70er und 80er Jahren vor, welchen aber trotzdem eine eigene Nuance gegeben wurde, um dem Sound der heutigen Zeit etwas gerecht zu werden. Als Verneigung vor den alten Klassikern ist die Musik von RES.42 dennoch zu sehen, und somit nicht zu unterschätzen, denn als vergleichsweise softeste Band der Veranstaltung trug sie auch einen großen Teil dazu bei, dieser eine kleine Idee Abwechslung zu verleihen.

Night Warriors Festival

Der Zuschauerraum füllt sich für die nächste Band. Dies kann nur eins bedeuten: U.G.F.! Ausgeprochen "Underground Groove Front", nennt sich die Bayerisch-Österreichische Kapelle um Lukas Haidinger, dessen Name in diversen Grindcore Bands - als wohl bekannteste sei Ultrawurscht anzumerken- zu finden ist. Groovig ist ihre Musik in der Tat, denn die fünf Herren vermischen in ihr Metal, Doom, Thrash und Hardcore.
Als Zuschauer wird man bei U.G.F. keinesfalls geschont, denn die Band fackelt nicht lange rum und lässt sie gegen eine Wand laufen, die es in sich hat. Musikalisch betrachtet findet man hier neben dem schnellen Stil auch schwermütige und langsame Parts vor. Für die Band ist es sehr wichtig, die Zuschauer in den Gig mit einzubeziehen. Deshalb bietet sie eine Bühnenshow der besonderen Machart an, immer passend zum Riffing der Gitarren bzw. Rhythmus des Schlagzeugs. Sänger Armin fügt sich dazu perfekt mit seiner kraftvollen Stimme ein und versteht es zudem sehr gut, die Stimmung ihrer Texte zu übermitteln. Wer diese Band noch nicht Live gesehen hat, sollte dies tunlichst nachholen.

Night Warriors Festival

Zeit für eine weitere Bayerisch-Österreichische Band, nämlich ZODIAC ASS, die mit ihrem Thrash Metal und ihrer trinkfreudigen Grundeinstellung für süffige 40 Minuten sorgten. Die Reihen vor der Bühne lichteten sich zwar, jedoch waren die verbliebenen harten Gemüter schnell für ausgelassene Stimmung zu gewinnen. In bekannter Manier forderte Frontmann Wolfgang nach jedem Lied die Hörerschaft auf seinen „Prost“-Ruf immer lauter zu erwidern, was nach kurzer Testphase auch durch das ganze Set sehr gut funktionierte. ZODIAC ASS zeigen, dass sie Spaß an der Musik und auf der Bühne haben. An ihrer Arbeit lässt sich Routine und zugleich Lässigkeit erkennen, was die vier Herren umso sympathischer macht. Ihre Show besteht aus niveauvollem Thrash Metal und Bier, dies passt eigentlich zu mehreren bekannten Bands des Genres. Dazu gehört auch die Huldigung ihrer Herkunftsländer Bayern und Österreich, die sie eindrucksvoll und originell in einem Song darbieten: „Bavaustrian Metalbrothers“. In diesem Sinne: PROST!!!

Lady-Metal.com

Planmäßige Abfahrt mit der Zillertaler Eisenbahn: 17.55 Uhr. Auf geht’s in die Alpen-Metalcore-Session mit tuXedo. Ganz traditionell trampeln die fünf Jungs aus Mattighofen (Österreich) in Lederhosen und begleitet vom Zillertaler Hochzeitsmarsch auf die Bühne, um nach dem Count-Up „1,2,3,4“ in ihre gnadenlose Show einzusteigen und dem Publikum eine ordentliche Portion Metalcore in die Fresse zu katapultieren. Wie immer ist ein Auftritt von tuXedo einfach sehenswert. Die Mitglieder legen sich mächtig ins Zeug und geben sich von ihrer besten Seite bzw. Saite. Sie sind nicht einfach eine Band unter vielen ihres Genres, sondern man kann sie zu einer besonderen zählen, erstens hinsichtlich ihres Musikstils und zweitens hinsichtlich ihrer Instrumental-Besetzung: Neben der Tatsache, dass es ausschließlich sehr fähige Musiker sind, fällt an der Bühnenfront sofort ein Mann auf, der nicht nur gesanglich sehr stark ist, sondern auch auf seiner Percussion-Batterie: die Rede ist von Johannes, der an diesem Abend sogar noch seinen Geburtstag einfeierte. Das Team Lady-Metal wünscht an dieser Stelle -mittlerweile nachträglich- alles Gute zum Geburtstag. Eine Menge ratternder Songs inklusive einem Drum-Percussion-Solo brachte das Publikum in Bewegung und Stimmung, sodass der Gastauftritt von Christoph Kiebe, dem Veranstalter des Raise The Roof-Festivals und Manager von tuXedo selbst, sicherlich zu einem der Höhepunkte ihres 40-minütigen Sets gehörte. Weiter so, Jungs!

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Für die meiste Stimmung auf dem Night Warriors Festival sorgte VROUDENSPIL, die sieben-köpfige Freibeuter-Folk-Band aus München. Mit zeitgemäßem Bühnenoutfit und verschiedenen Instrumenten aus dem Mittelalter, wie Sackpfeife, Rauschpfeife und diversen Flötenarten, aber auch Standardinstrumenten, wie dem Schlagzeug, E-Bass und der Western-Gitarre, entführt die Band ihr Publikum auf eine Reise in frühere Zeiten, wo Piraterie, Plünderungen und Narretei zum Alltagsgeschehen gehörten. Getreu diesen Themen spielten VROUDENSPIL eine Mischung aus Mittelalterrock, Folk-Rock und sogar Ska, wodurch sie beim Publikum für ausgelassene Feierstimmung sorgten. Eine Polonaise durch die ganze Veranstaltungshalle war hierzu eigentlich vorprogrammiert. Als jedoch auch noch eine Wall-Of-Death zu dieser akustischen Musik zustande kam, staunten manche nicht schlecht. Für das Festival war VROUDENSPIL eine Band, die zur Abwechslung sehr beitrug, um auch einen kleinen Abstecher in die Musik aus längst vergangenen Zeiten zu machen und das Publikum in Stimmung zu bringen, denn diese deutete darauf hin, dass sich die Fans bei dieser Band sichtlich wohl fühlten.

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Tiefschwarze Wolken zogen schließlich ab 20.45 Uhr über Ried im Innkreis her, denn nun waren HELLSAW an der Reihe. Die Black Metaller aus der Steiermark um ihren Frontmann Aries am Mikrophon treten eher selten auf, deshalb gestaltete sich der Gig beim Night Warriors Festival zu einem besonderen Höhepunkt des Abends. Mit ihrem neuen Drummer Neuroticon, der übrigens seine Arbeit sehr vorbildlich verrichtete, hämmerten die fünf Herren gnadenlosen Schwarzmetall in einem wahren Ritual auf die Besucher ein. Als bodenständige Band zeigen HELLSAW, wie sich solider Black Metal anhören muss, und fahren mit „The Black Death“, „Der Harzwald“ und „The Inner Revenge Of Nature“ große Geschütze aus ihren beiden Alben „Phantasm“ sowie „Cold“ auf. Wider Erwarten lies sich sogar das Publikum für die Musik gewinnen, sodass erkennbar war, dass die Musiker Freude an ihrem Auftritt hatten. Ein Auftritt der Satanischen Black Metaller von HELLSAW ist ein absolut positives Erlebnis und sollte man sich nicht nur als dunkle Seele auf keinen Fall entgehen lassen. Des Weiteren arbeitet die Truppe derzeit an einem neuen Album, auf welches wir sehr gespannt sein dürfen. Vielleicht ist dies ja, wie schon die Jahre bzw. Alben zuvor, auch wieder eine Steigerung zum letzten.

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Ein völliger Stilbruch im heutigen Billing war mit MAMBO KURT als Alleinunterhalter wohl schnell geschaffen. Lediglich mit einer Heimorgel und seiner kultigen Sonnenbrille bewaffnet, begibt er sich auf die Bühne und was er zu Gehör bietet, spaltet in der Regel die Meinungen des Publikums auf schnelle Weise.
Es sind eigentlich Coverversionen diverser bekannter Songs, wie zum Beispiel „Enter Sandman“ von Metallica, „The Final Countdown“ von Europe, „Engel“ von Rammstein, „Smoke On The Water“ von Deep Purple, „Killing In The Name Of“ von Rage Against The Machine, usw., jedoch durch die sehr eigene Art, nämlich der Kombination mit verschiedensten Tanzstilen wie Walzer, Discofox, Bossa Nova,… für die einen sofort ansprechend, für andere wiederum einfach nur noch schrecklich. Es fanden sich jedoch sehr viele Besucher, die MAMBO KURT kurzerhand ins Herz schlossen, und deshalb auch auf seine Anforderung hin, auf die Bühne zu kommen, dies sogleich taten und zu seiner Musik tanzten und sozusagen mitwirkten. Die schlichtweg außergewöhnliche Situation für die Metalheads sorgte deshalb für irrwitzige Schnappschüsse, was auf eine ausgelassene Stimmung hindeutet. Sogar Veranstalter Michael Sallaberger lies sich nicht entgehen, auch auf der Bühne zu erscheinen und mit den Gästen zu feiern.

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Nachdem nun zehn Bands den Weg für die letzten beiden Bands freigeschaufelt hatten, können diese nun ihren Marathon antreten. Den Start hierzu machte als Co-Headliner die Band HEIDEVOLK aus den Niederlanden.
Ihre Mischung aus Folk- und Pagan-Metal mit klar gesungenen Texten stellt auch wieder eine kleine Besonderheit dar, da dies ja eher die Ausnahme als die Regel bei solchen Bands ist. Dass es sich um fünf sehr sympathische Herren handelt, stellte sich rasch heraus, nicht zuletzt aufgrund ihrer Trinkfreudigkeit und Publikumsnähe. HEIDEVOLK überzeugten mit Titeln wie „Vlammenzee“, „Het Wilde Heer“ sowie „Krijgsvolk“ und gaben als letzten Song ihres 50-minütigen Sets einen absoluten Publikumsfänger, nämlich „Vulgaris Magistralis“, zu Ohr. In traditionellem Wikinger-Outfit präsentierten sich die muskulösen Niederländer, bewaffnet mit ihren Instrumenten und Trinkhörnern, holten sinnbildlich mit ihrer heidnischen Streitaxt aus, um sie in Richtung der Fans auszulassen. Demnach sorgten HEIDEVOLK wieder einmal für rege Teilnahme am Geschehen sowie vorbildlicher Stimmung.

Den Headliner des Abends lies der Veranstalter natürlich eine Band machen, die in etwas härteren Gefilden unterwegs ist, genauer gesagt im Death Metal. Somit war es Zeit für die ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET, welche sich ab 1 Uhr für eine ganze Stunde vollkommen auf ihr Publikum konzentrieren durften und die beschauliche Stadt Ried in Schutt und Asche legen sollten. Nach wenigen Sekunden stand hier fest: Das wird ein kompromissloses Finale! Die Schweden um ihren Sänger Johan erfüllten die Messehalle mit typischem solo-geladenem Göteborger Death Metal und einer kleinen Brise Thrash Metal. Demnach fressen sich die Gitarrenriffs förmlich durch die Verstärkerboxen in die Gehörgänge der Metalheads, begleitet von ratternden Basslines und groovigen Drums. Erst im Februar dieses Jahres brachte das Fünfer-Gespann das neue Album „The Dark Epic“ auf den Markt, das natürlich das Hauptthema ihres Auftritts und vor allem der Bühnendekoration darstellte. Der Stil ist facettenreich, die Songs sind lang, dies macht auch einen einstündigen Auftritt nicht langweilig, im Gegenteil, die ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET verfügt über ein Potential, das nur wenige Bands haben: Die Leute wollen mehr! Aber auch ein Festival muss mal zu Ende sein, und deshalb gibt es ja zum Glück noch kaufbare Medien, wo man sich die Musik der Bands mit nach Hause nehmen kann.

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Abschließend kann man sagen, dass das Night Warriors Festival eine absolut zukunfts- und ausbaufähige Veranstaltung ist, die über eine sehr gute Organisation verfügt. Die Messehalle in Ried war dazu perfekt gewählt, da auch ein direkt angrenzender und großer Parkplatz vorhanden war. Des Weiteren muss man erwähnen, dass sich nicht nur eine Menge Metalheads einfanden, sondern die Tatsache und Gunst des Tages -die Geburtstagsfeier von Michael Sallaberger- auch viele Veranstalter von anderen Festivals sowie Metal-Vereine in der Umgebung nutzten, als da wären: Walpurgis Metal Days, Metal Invasion, Raise The Roof, Darkness Over Paradise, Bavarian Battle, Sick Midsummer, der Fireflash e.V. und nicht zuletzt die Innviertler Headbangers. Dies beweist das unermüdliche Engagement und den Zusammenhalt der Metaller allgemein und ist die Grundlage für jede gelungene Veranstaltung. Nicht zuletzt ist es auch ein Indiz dafür, dass die Werbung und Promotion des Festivals auch sehr gut funktionierte, wofür man teils wohl auch den genialen Video-Trailer im Internet verantwortlich zeigen darf. Über eine Fortsetzung des Festivals wird im Januar entschieden.

Wir, das Team Lady-Metal, bedanken uns für dieses Vorzeige-Festival, das entgegengebrachte Vertrauen sowie die Gastfreundschaft und -nicht zu vergessen- bei den vielen Metalheads und -bands, die dafür sorgten, dass unsere Bildergalerien wieder mit einer Menge an Schnappschüssen und Erinnerungen gefüllt wurden. Viel Spaß beim Stöbern in den Galerien und auch auf der restlichen Homepage.

Flo für Lady-Metal.com

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