NIGHT WARRIORS FESTIVAL 2014

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Night Warrior Festival in der Bauernmarkthalle in Ried im Innkreis/AT am Samstag den 25.01.2014

Running Order und Galerielinks:


23:50-01:00 Opens internal link in current windowNachtblut

22:35-23:25 Opens internal link in current windowOutrage

21:30-22:15 Opens internal link in current windowSteel Engraved

20:30-21:10 Opens internal link in current windowZodiac Ass

19:35-20:10 Opens internal link in current windowGenocide Generator

18:45-19:15 Opens internal link in current windowFinsterhain

Für euch waren Rainer und Lady_Metal mit den Kameras im Pit!

FESTIVALBERICHT VON ALEXANDRA

Am Samstag, den 25.01.2014 fand zum zweiten Mal das Night Warriors Festival in Ried statt.  Nach der Erstausgabe 2011 in der Messehalle ist das NWF dieses Jahr in die nur wenige Meter entfernte Bauernmarkthalle mit 6 Bands und rund 200 Besuchern zurückgekehrt.

Man kennt es bereits von so manchen Filmen, bei denen die Fortsetzung einfach nicht das hält, was ihr Debüt versprochen hat. Denselben Anschein mag das NWF wohl bei  Manchen im Vorfeld gemacht haben- so war es diesmal doch deutlich kleiner und mit weniger bekannten Bands. Doch das zu glauben wäre ein gewaltiger Irrtum gewesen: Wer nicht da war, der hat ein gemütliches, stimmungsvolles Festival verpasst. Das Festival konnte mit einer vielfältigen Bandauswahl, fairen Preisen und einem gutgelaunten Publikum glänzen, sodass es für mich zu einem unvergesslichen Abend wurde. Ganz ähnlich schienen es auch die von mir gefragten Besucher gesehen haben. So freute man sich, dass mit dem Night Warriors ein kleines aber feines Festival geschaffen wurde, bei dem man seine Freunde treffen, ein gutes Bier trinken und den musikalischen Nachwuchs sowie Größen aus der Umgebung zu Ohren bekam.

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Berafath - Vocals

Das Programm begann mit dem Passauer Opener Finsterhain, einer Pagan Metal Band, die sich nun auch außerhalb ihrer engeren Heimat einen Namen machen wollte. Dafür gaben sie sich auch redlich Mühe und lieferten einen energiegeladenen, dynamischen Auftritt. Leider bemühten sie sich trotz humorvoller Ansagen meist vergeblich ums Publikum, da für die wenigen Besucher, die bereits zu solch früher Festivalstunde da waren der Bierstand einfach noch interessanter war. Dennoch bot die Band ein gelungenes Warm Up und konnte letztendlich doch so manchen Fan mitreißen den Kopf zu schütteln.

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Hanson Sick - Gitarre + H - Vocals

Weiter ging's mit Genocide Generator, deren Mitglieder durch ihre anderen Bands wie Ultrawurscht oder GodHateCode bereits wohlbekannt waren und somit einige Anhänger mitbrachten, die sich mit so manchen Anfeuerungsrufen bemerkbar machten. Schräg und unkonventionell kennt man die Jungs ja und so brachten sie auch den dazu passenden Sound rüber, den sie selbst "Grindustrial" nennen und  den sie mit aktiver Bühnenpräsenz und Grimassen untermalten. Diese extreme Art von  Krach erfreut den Grindfan und macht live nun mal so richtig Spaß.

Der Abend schritt im Zeichen der bayerisch- österreichischen Freundschaft fort, als die dritte Band Zodiac Ass die Bühne enterten. Damit war eine weitere regionale  Größe vertreten, diesmal aus dem Bereich des Thrash Metal. Mit fliegenden Haaren, Bier und in bester Old School Manier heizten die Thrasher die Stimmung weiter an. Auch das Publikum hatte sich inzwischen deutlich vermehrt und füllte bereits die Halle.

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Wolfgang - Gitarre/Vocals, Thomas - Drums
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Chris - Gitarre, Marco - Vocals

Als nächstes waren Steel Engraved an der Reihe. Schon oft von ihnen gehört, hatte ich sie mir zuvor live noch nie aus der Nähe angesehen- wie sich herausstellte ein großer Fehler. Denn schon nach den ersten Liedern hatte mich die Band mit ihrem mitreißendem Power Metal für sich gewonnen. Man kannte ihnen ihre Bühnenerfahrung sogleich an und so lieferten sie eine für mich rundum gelungene, energiegeladene Show. Die Band war ein richtiger Stimmungsmacher, der einem gleich Lust auf die noch folgenden Acts machte.

Bei Outrage folgten harte Death Metal Töne, zu denen sich das Publikum inzwischen in bester Feierlaune verausgaben headbangen konnte. Mit großer Leidenschaft präsentierte die Band mit ihrem rohen und agressiven Sound ihr musikalisches Können. Der brutale mitreißene Death Metal hätte für einen gelungenen Liveauftritt nicht zu wünschen lassen, doch leider kam es zunehmend zu Sound- und Lichtproblemen, die sich bis zum Ende des Festivals hinzogen.

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Evil Ed - Bass
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Askeroth - Vocals

Im Gegensatz zu dem bisher gebotenen ist Dark Metal einfach nicht mein Geschmack und wird es auch durch den Headliner Nachtblut eher nicht werden.  Auch im Publikum schienen die Meinungen gespalten. Die Einen hatten dem Auftritt den ganzen Abend über entgegengefiebert oder waren gar extra für die Band angereist und feierten sie nun so enthusiastisch, dass die Absperrungen vor der Bühne gefährlich herumgerüttelt wurden. Von den anderen wurde Nachtblut eher belächelt, was vielleicht daran liegen könnte, dass das betont ernste und finstere Auftreten der Band nicht bei jedem gut ankam. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb gelang es Nachtblut auf eindrucksvolle Weise, den Raum mit ihren Klängen in eine kalte, düstere und einnehmende Atmosphäre zu tauchen. Mit einer Abwechslung aus stimmungsvollen Melodien und regelrechten Dark-Metal Hymnen wurden sie dann auch den Feierwütigsten unter den Fans gerecht und sorgten damit trotz der technischen Schwierigkeiten bei Licht und Ton für eine gelungene Abrundung des Festivalabends.

Meine Erwartungen hat das Festival auf jeden Fall erfüllt und so kann ich nicht nur auf einen Abend voll guter Musik, Stimmung und Gesellschaft zurückblicken, sondern auch auf eine Neuauflage 2015 hoffen. Weiter so Night Warriors!

Lady-Metal.com bedankt sich bei der Gastautorin Alexandra für den Bericht!

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