BLASPHEMIC NIGHTMARE #1

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Blasphemic Nightmare #1 präsentierten uns die Metalheads Schärding am 03.11.2012 in A-4840 Vöklabruck im Asiahouse - vormals Wimberghof im Gewölbekeller.

Im Billing standen:

Opens internal link in current windowFuneral Fog

Opens internal link in current windowSvarta

Opens internal link in current windowSvartsorg

Opens internal link in current windowKaiserreich

Opens internal link in current windowNocturnal Depression

Mittendrin standen für euch mit den Kameras Lady_Metal und Rainer.

Flo war als Berichterstatter für euch vor Ort.

Bericht

Blasphemic Nightmare #1  2012
03. November 2012 – Asia Keller Vöcklabruck (Austria)

Düstere Aussichten im Gewölbe


Wahrlich schwarz wurde es am 3. November im Asia House in Vöcklabruck. Das Kellergewölbe wurde Schauplatz für ein besonderes Event im Black Metal Genre, welches von den Metalheads Schärding organisiert und veranstaltet wurde: das Blasphemic Nightmare Nummer 1.
Ursprünglich war als Austragungsort die Schmiede im Club Nebraska zu Schärding angesetzt, jedoch wurde dies durch einige Beschwerden von Anwohnern bereits im Voraus unterbunden. Nach einer großen Suchaktion konnte schließlich das Kellergewölbe des Asia House, ehemals Wimberghof, in Vöcklabruck -fast 80 Kilometer weit weg von Schärding- dingfest gemacht werden.

Opener des Abends war FUNERAL FOG, eine Ein-Mann-Band aus Como/Italien, welche Misanthropic Black Metal zelebriert. Die Person, die sich hinter diesem Namen verbirgt, heißt Nittalopia und ist Live ausschließlich als Sänger tätig, während die Songs als Instrumentalversionen hinzu gespielt werden. Recht roh erwies sich diese Musik, denn neben schnörkellosen Songstrukturen fiel zudem der Gesang sehr spärlich aus, denn es waren lediglich einzelne, textlose Schreie und Gekreische hörbar. In Summe also eine recht einfache Machart ohne große Verzierungen.

Die Lokalmatadoren SVARTA folgten sodann und zogen das Publikum allmählich in Richtung Bühne vor. Zu Gehör kam neben ein paar Songs aus ihrem Album „Am Scheideweg“ auch ein neues Stück. Mit diesem rund 14 Minuten langen Werk haben sich die drei jungen Herren um Irleskan, Nahtkra und Grim in neue Gefilde ihres Black Metal gewagt. Allein diese zeitliche Ausdehnung brachte einerseits viel Atmosphäre und andererseits vielleicht sogar eine kleine Vorausschau auf zukünftige Orientierungen von SVARTA mit sich. Da darf man sich überraschen lassen. Der Auftritt am Blasphemic Nightmare war wie immer ein wahrer Genuss, zumal die Routine von SVARTA auf der Bühne merklich angestiegen ist. Nicht zuletzt darf man auch erwähnen, dass ihre Depressive Attitüde immer einen eigenen Charakter mit sich bringt. Das lässt die Musik noch viel düsterer und spannender klingen.

Die Schärdinger Band SVARTSORG bildet heute die goldene Mitte des Abends und sorgt ebenfalls für eine gehörige Portion schwarze Kunst. Ihre Musik enthält alle Facetten des einschlägigen Black Metal. Seien es anmutend feine Klänge oder ratternde Blastbeats, da ist für jeden was dabei. Sänger „Ant“ beweist abermals, dass er eine Bereicherung für die Band ist, sowohl in seinem Fach als auch in seiner Einstellung. Dies hat der Band bereits einen hohen Status in der lokalen und überregionalen Black Metal Szene verschafft. Dadurch dass man die Band eher selten zu Gesicht bekommt, fördert gerade diese Tatsache das Interesse an ihren Live-Auftritten. Klar erkennbar im Zeichen des Bösen geben SVARTSORG wieder ein sehr gutes Bild in Vöcklabruck ab und man kann mit gutem Gewissen die nächste Station des Abends antreten.

KAISERREICH erobern die Bühne als Co-Headliner und haben ein einfaches Mittel im Gepäck: pure Kompromisslosigkeit! Jetzt fliegen die Fetzen, denn kein Instrument wird mehr geschont. Die Italiener sind zweifelsohne eine Vorzeigeband für stürmischen Black Metal, der vor Epik nur so strotzt. Sänger "Serpent Est" wirkt dabei sehr souverän. Die Italiener hinterlassen bleibenden Eindruck, nachdem die schnellen Blastbeats und Riffs wie ein Hagelschauer auf die Hörerschaft einfallen. Mit einigen Songs des 2011 veröffentlichten zweiten Full-Length Konzept-Albums "Ravencrowned" konnte KAISERREICH eine gewaltig brachiale Show abliefern und so einen mehr als würdigen Empfang für die heutige Headliner-Band hinlegen.

Und so war es auch schon Zeit für den Höhepunkt des Abends: NOCTURNAL DEPRESSION, eine der wichtigsten genrevertretenden Bands aus den französischen Gefilden. Als Headliner des Blasphemic Nightmare Konzerts brachten die fünf Herren eine wahrlich düstere Stimmung in den Asia Keller. Was nicht zuletzt auch wieder mit viel Epik und einem Hauch von Überzeugung ankam. Der Stellenwert und Bekanntheitsgrad von NOCTURNAL DEPRESSION konnte das Publikum von Anfang an für sich gewinnen, so dass alle freien Lücken vor der Bühne geschlossen wurden. Stilistisch klar im Depressive Suicidal Black Metal angesiedelt erobern sie schnell das Publikum und können in einer beeindruckenden Atmosphäre überzeugen.
Die Geschichte der Band geht bis auf die 90er Jahre zurück, auch wenn erst 2004 das erste hörbare Lebenszeichen erhältlich war. An musikalischen Ideen und den ausgeführten Formen dieser fehlte es auf jeden Fall nicht und das ist auch gut so. Die kontinuierlichen Multi-Releases von Alben auf CD oder Vinyl und Splits mit diversen Bands führten die Band in einer jährlich steigenden Erfolgslinie, durch welche sie sich bis heute einen hohen Stellenwert in der Szene erarbeitet haben und halten können. Und diesen Erfolg kann man aufgrund ihrer Bodenständigkeit nun hier heute Abend im kleinen Saal des Asia House im gemütlichen und überschaubaren Vöcklabruck bestaunen.

So war er also, der "Erste blasphemische Albtraum": schwarz, düster, kalt, atmosphärisch! Ein Faustschlag ins Gesicht für jeden Black Metaller. Ein beeindruckendes Line-Up für ein kleines schwarzmetallisches Konzert.
Und man darf noch einmal erwähnen: Trotz der um 80 Kilometer um verlegten Location waren dennoch sehr viele Besucher anwesend und feierten die Bands dieses Abends. Man darf weiter gespannt sein, was die Schärdinger Jungs um ihren Obmann Michael Sallaberger in der Zukunft planen, denn eins ist sicher: Sehr gute Organisation und den richtigen Riecher haben sie allemal.

Flo für Lady-Metal.com

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