Die Nacht der Bands 2 in Salzburg

lady-metal.com

Running Order:

23:30 GHOULS COME KNOCKIN 
22:15 INTEGRITLIE
21:00 KARG 
19:45 DEAD KNOWLEDGE 

Dead Knowledge

KARG

Integritlie

GHOULS COME KNOCKIN

NACHT DER BANDS 2 - Der Bericht

Bericht Nacht der Bands 2

Etwas zögerlich strömten an die Metalheads am Samstag, den 25. Februar, in die neu eröffneten heiligen Hallen des MARK.freizeit.kultur in den Salzburger Outbacks.

Umso weniger zögerlich starteten die Braunauer Thrasher von Dead Knowledge das fröhliche Bang-Your-Head-Programm der Nacht der Bands 2. Die 2008 gegründete Formation gibt Bands wie Pantera und Lamb of God als Einflüsse an – was auch durchaus herauszuhören ist. Begleitet von druckvollen Gitarrenriffs und einer umso (ein)druckvolleren Double-Bass, für die sich Flora Demmelhuber verantwortlich zeichnete, holte Sebastian Scharinger das Letzte aus seinen Stimmbändern heraus – eingerahmt von rotzigen Gitarrensoli. 
Langweilig wird einem jedenfalls bei dieser Truppe nicht, die Songs sind sowohl von Tempo als auch was die Riffs betrifft abwechslungsreich und dynamisch gestaltet. Langsame und eher groovige Parts und Old-School-Thrash-Riffs wechseln sich ab. Die Oberösterreicher beweisen auf alle Fälle, dass das Innviertel definitiv mehr zu bieten hat als Felder und Kirchtürme.

Setlist: 

  • Fear.Hate.Pain 
  • Anchor And Chain 
  • Violation 
  • Fulfill The Prophecy 
  • Beauty Faces 
  • Essential Ingredients
  • Unleash Me 
  • Who Controls   

Nach der ersten Aufwärmrunde war ein gehöriger musikalischer Wechsel angesagt: die Blackmetal-Postrocker Karg, die derzeit an der Veröffentlichung ihrer dritten EP arbeiten, starteten atmosphärisch mit melancholischen Gitarrenklängen und durchdringenden Vocals, die sparsam und sehr gezielt eingesetzt wurden. Generell präsentierten KARG schonungs- und kompromisslosen Ambient-Postrock-Blackmetal. 

Wer die Romane eines Edgar Allen Poe oder eines H.P. Lovecraft kennt, meint, hier die Vertonung des Raben oder der Berge des Wahnsinns zu lauschen. Beobachtete man das Publikum, so vertieft  sich dieses Gefühl noch – die Stimmung „andächtig“ zu nennen, wäre etwas zu pathetisch, trifft’s aber am besten! Den Versuch, Karg in ein Genre-Schächtelchen zu stecken, kann man sich sparen – ist auch gut so! Auf alle Fälle harren wir dem, was da noch kommen möge! 

Setlist: 

  • Scherben 
  • Ereignishorizont 
  • Heimatlos 
  • K-E-T-A-M-I-N 
  • Angst 
  • Wehmut 
  • Eines Finders Frühlingslied  

Düster gings weiter: nach einer kleinen Erfrischungspause betreten die Jungs von Integritlie das Bühnenparkett. Nach wenigen Minuten wurde klar: Auch bei dieser Band fällt das Schachterl-Denken äußerst schwer. 

Während dem neu Hopfen-und-Malz-gestärkten Publikum zu Beginn Black-Metal-lastige Töne entgegengeschmissen wurden, fand man sich Minuten später in deathigen Klängen wieder – aggressiven Shouts und schnellen Riffs, während Drummer Fuxi die Trommelfelle (nicht nur die des Publikums) zum Platzen brachte. Und kaum hatten sich die headbangenden Fans darauf eingestellt, war man auch schon in thrashigen Gefilden angekommen, bis sich schließlich der Genrekreis wieder schloss. 

Leider schien beim einen oder anderen die Erfrischungsdauer nicht besonders lange anzuhalten – im Laufe der Spielzeit begannen so manche im Publikum etwas zu schwächeln. In Anbetracht dessen hatten nur wenige das Glück, dem „Liad vom Henker“ zu lauschen – Mundartmusik mal anders!   

Setlist: 

  • Flammeninferno 
  • Leben und Sterben 
  • Todgeweiht 
  • Instrumental
  • Kreuzzug
  • Bespuckt und belogen 
  • Bis de Erdn stü steht 
  • Da Henka 
  • Mir san mir   

Die Devise „Durchhalten!“ war angesagt – und wurde auch prompt belohnt! Die Local Heroes des Abends – Ghouls Come Knockin‘ – thrash’n’rollten was das Zeug hielt! Mit Ohrenschmäusen wie Down Again sowie Graveyard Bitch, gespickt mit teils groovigem, teils brachialem Sound, wurde man dazu herausgefordert, die Fetzen fliegen zu lassen. Was sich so mancher in der ersten Reihe auch nicht zweimal sagen ließ – Füße wippten, Haare flogen und es wurde gemosht!   

Setlist: 

  • Coffin Rodeo 
  • Social Suicide 
  • Down Again 
  • Necrofukk Meltdown 
  • Doomlord 
  • 2-1-Nihilist 
  • Ghouls Night Out 
  • Graveyard Bitch 
  • Lucifer AD 
  • Zombie A-Go-Go 
  • Ghost Lane Rider 
  • Zugabe: Return of the Devil   

Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut! Bis zum nächsten Mal – hoffentlich bei der Nacht der Bands Vol. 3! 

Für euch unterwegs waren Nicole hinter der Kamera und Kathrin als Schreiberling!

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