40 Watt Sun - The Inside Room

40 Watt Sun, The Inside Room, Cyclone Empire, Lady_Metal

Band: 40 Watt Sun

Album: The Inside Room

Label:
Cyclone Empire

Genre:
Doom Metal

Release Date: 04.03.2011

Rezensent: Chris

Redaktion:
Lady Metal Webzine

Lineup:
Patrick Walker - Vocals, Guitar
William Spong - Bass
Christian Leitch - Drums

Tracklist:
01. Restless
02. Open My Eyes
03. Between Times
04. Carry Me Home
05. This Alone

Beurteilung

Zwischen dem ganzen Veröffentlichungs-Wirrwarr tun sich immer wieder wahre Perlen auf. Das sind diese Alben, die einem bewusst machen, was Musik eigentlich bewirken kann. Die Debüt-Scheibe der Nachfolger von Warning ist so ein Album. Die erste gute Nachricht: Jegliche Sorge, wie es mit Gitarrist Pat Walker weitergehen würde, war völlig unbegründet.

Die ersten Takte von "The Inside Room" klingen nach zu Hause sein. Schleppende Gitarren und diese unvergleichliche Stimme - Gänsehautfeeling pur! Man fühlt sich ganz klar an die Vorgänger erinnert. Das heißt jedoch nicht, dass man 40 Watt Sun eine gewisse Eigenständigkeit versagen könnte. Der Gesang ist hintergründiger und die Gitarrenarbeit steht stärker im Vordergrund. Lyrisch werden ebenfalls andere Wege beschritten, die der Platte aber durchaus treffend auf den Leib geschneidert wurden.

Wie schon zu Warning-Zeiten sprengen die einzelnen Stücke die 7-Minuten-Grenze deutlich. Wer jetzt an Monotonie denkt liegt definitiv falsch. Das Album fesselt den Hörer von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Gesamtdauer vergeht in Windeseile - wenn man sich auf die Musik einlassen kann. Ist diese Eigenschaft gegeben, eröffnet sich einem eines der emotional intensivsten Werke der letzten Jahre. Ein Lied hervorzuheben ist nicht möglich und nicht notwendig. Dies ist ein Album zum Auflegen, anhören und genießen.

Was noch zu erwähnen ist: Frei nach dem Motto "Zu viele Köche verderben den Brei" sind es gerade einmal drei Leute die dieses musikalische Meisterwerk erschaffen haben.

Fazit: 40 Watt Sun schaffen etwas, dass vielen Kapellen in der heutigen Zeit versagt bleibt. In "nur" fünf Stücken (mit einer Gesamtlänge von knappen 47 Minuten) durchlebt man eine Reise mitten in die Schönheit der Musik. Dabei gibt es viel zu entdecken. Das heißt, die Scheibe ist durchaus kein radiotaugliches Geschrammel - sondern Kunst in höchster Form. Wie bei einem faszinierenden Gemälde entdeckt man mit jedem Durchlauf mehr Facetten. Es wird klar, warum man genau diese Musik hört. Und jeder, der Anhänger des Genres ist, muss bei "The Inside Room" einfach zugreifen.

Chris für Lady-Metal.com