A Forest Of Stars - Opportunistic Thieves Of Spring

A Forest of Stars, Opportunistic Thieves of Spring, Lady_Metal

Band: A Forest Of Stars

Album: Opportunistic Thieves Of Spring

Label: Transcendental Creations

Genre: Psychedelic Black Metal

Release Date: 01.06.2010

Rezensent: Chris

Redaktion: Lady Metal Webzine

Lineup:
Mister Curse - Vocals
Katheryne, Queen of the Ghosts (Kati Stone) - Violin, Flute, Vocals
The Gentleman - Synths, Pianoforte, Drums
Mr T.S. Kettleburner - Guitar, Bass, Vocals

Tracklist:
01. Chapter One: Sorrow's Impetus
02. Chapter Two: Two Raven's Eye View
03. Chapter Three: Summertide's Approach
04. Chapter Four: Thunder's Cannonade
05. Chapter Five: Starfire's Memory
06. Chapter Six: Delay's Progression

Beurteilung

Das erste Lesen des Genres machte mich neugierig: Psychedelic Black Metal. Ist das überhaupt möglich? Ja, es ist sogar ganz großartig. Die Engländer von A Forest Of Stars liefern mit "Opportunistic Thieves Of Spring" ihr zweites Album, nach der Gründung im Jahr 2007, ab. Dabei widmen sie sich der Philosophie, dem Leben an sich und abstrakten Dingen.

Was hier vertont wurde ist nichts anderes, als eine in Musik übertragene Traumwelt. Dabei werden dunkle und prächtige Galaxien durchschritten. In 72 Minuten Spielzeit schaffen es die noch jungen Briten einen intensiv gefangen zu nehmen. Man durchlebt eine Berg- und Talfahrt der Gefühle nach der anderen. Bei einem Album wie diesem ist es nicht möglich Songs aus dem Konzept zu reißen und sie als Tipp hervorzuheben.

Ähnlich wie dieses Album konnte mich aus dem Genre bisher nur das letzte Studioalbum der deutschen Band Imperium Dekadenz mitreißen. Normalerweise ist dies lediglich Gruppen aus den Bereichen Progressive oder Post-Rock vorbehalten. Doch auch ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Somit erlebte ich für knapp 1 1/4 Stunden einen psychedelischen Trip in Dimensionen, die nur eine kleine Anzahl an Alben erreichen. Es ist ein wahrhaftiger Genuss zu erleben wozu Musik fähig sein kann, wenn man sich ihr öffnet und sich einmal komplett fallen lassen kann.

Fazit: A Forest Of Stars setzen ein Zeichen für viele Bands der aktuellen Stunde und zeigen, dass diese Spielart auch ganz ohne Satansquatsch und Provokation bestehen kann. Black Metal öffnet sich damit musikalisch offenem Denken - meiner Meinung bisher einer seiner empfindlichsten Stellen. Das komplette Werk schraubt sich in die höchsten Sphären dunkel-brachialer Tonkunst und sollte schon jetzt ein Meilenstein sein. Schließlich bringt die Insel nach vielen Jahren im Hintergrund des Genres endlich wieder etwas Großes im Bereich des Schwarzmetalls hervor. Black Metal gepaart mit Anspruch formt sich so zu einem mächtigen Kunstwerk.

Chris für Lady-Metal.com