Airs - Rainclouds Over The Remains Of Hope

Band: Airs

Album: Rainclouds Over The Remains Of Hope

Label: Music Ruins Lives

Release Date: 21.12.2010

Genre:
Black Metal / Shoegaze

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Overcast - Das Ende der Zeit
02. Rainclouds Over The Remains Of Hope
03. Cast Into The Sea
04. Innocence
05. Everyone Has Died Post-Haste
06. Joyless
07. Never Without
08. We're Still Drifting
09. Passing
10. Clear Skies - und Zeit beginnt von Neuem

Lineup:
Chris - All instruments
Aaron - Vocals & Lyrics

Danke an Airs für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Wieder einmal liegt mir eine Scheibe vor, über deren Urheber es nicht wirklich viel zu sagen gibt. Eigentlich gar nichts. Bis auf die Tatsache, dass die Gruppe ein Duo ist und ihr neuestes Werk "Rainclouds Over The Remains Of Hope" auf diversen Internet-Plattformen zum kostenlosen Download anbieten. Auf ihrer Facebook-Seite tönen die zwei Jungs selbstbewusst "We have no genre" - aha. Eine Mischung aus Black Metal und Shoegaze soll es sein - klingt ja ganz interessant. Also habe ich mir es gleich mal auf die Festplatte gezogen und durchgehört. 

Der Klang des Albums ist doch stellenweise sehr schroff und klingt nach Eigenproduktion. Könnte man erstmal meinen, dass dies negativ ist. Aber dem ist nicht so - das ganze gibt der Platte einen positiven Schub. Harte Passagen wechseln sich immer wieder mit ruhigen, sich über Minuten hinziehenden, Klangstrukturen ab. Kurz bevor dann alle Instrumente abgestorben sind geht das Stück wieder richtig in die Vollen. Im ersten Moment eine Schrecksekunde, die aber dringend nötig war. Der Gesang ist im Allgemeinen eher spärlich und im Hintergrund gehalten, somit kann ich zu den Texten keine großen Aussagen treffen. Hier wirken die Vocals allenfalls als ein weiteres Instrument dass nicht nötig gewesen wäre. Einzig und allein bei "We're Stil Drifting" ist das anders - was den Song herausstechen lässt.

Auf jeden Fall ist das alles nichts für schwache Nerven. So negativ der Titel klingt, so bedrückend-schwermütig ist auch die Atmosphäre der einzelnen Stücke. Einzige Ausnahme ist hier "Joyless", der auch schon auf einer früheren EP vertreten war, und mit seinem poppig-beschwingten Sound einfach nicht ins Bild des Albums passt.

Anspieltipps meinerseits sind der großartige Titelsong "Rainclouds Over The Remains Of Hope", "Cast Into The Sea", das übergroße "Everyone Has Died Post-Haste" und "Passing".

FAZIT: Dieses Album wird wohl kein Meilenstein in der Musikgeschichte werden - soviel ist klar. Dafür fehlt es hörbar an professionellen Aufnahmemöglichkeiten. Jedoch ist die vertretene Mischung, in Hörerkreisen schon als "Blackgaze" bezeichnet, durchaus interessant. Wer also gerne mal unbekannteren Newcomer-Bands eine Chance gibt und ruhigen Rock-/Metal-Klängen nicht abgeneigt ist, sollte diesem Werk zumindest eine Chance geben.