All Will Know - Contact

Lady_Metal

Band: All Will Know

Album: Contact

Label: Deafground Records

Release Date: 02.03.2012

Genre: Melodic Death Metal / Metalcore

Rezensent: Flo

Tracklist:

01. The Weakest Spot
02. Static
03. Feeding The Aftermath
04. Rise And Fall Of ...
05. A Dying Heart
06. How Far Would You Go?
07. Mental Takedown
08. Counting Stars
09. Devolution

Lineup:
Mo Stübig - Vocals
Steve Kiai - Vocals
Jan Jansohn - Guitars
Danny Seith - Guitars
Ivica Butina - Bass
Sebastian Kraus - Drums
Felix Walzer - Keys

Danke an All Will Know für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Mit "Contact" stellen die sieben Herren von ALL WILL KNOW ihren ersten musikalischen Kontakt zur Menschheit her. Ein neun Titel starkes Langeisen entstand seit August 2011, worauf eine Single-Release zum Song “How Far Would You Go?” im Januar 2012 folgte.
Die Band, welche sich aus Musikern aus den drei Städten Darmstadt, Mainz und Würzburg bildet, wurde im Winter 2012 gegründet und man muss dazusagen, dass es sich teilweise nicht mal um Neulinge handelt. Ehemalige Mitglieder von Agathodaimon und We Are Guilty waren es, die sich damals zusammentaten um eine neue Formation zu schließen und holten sich für die Aufnahmen sogleich weitere Bekannte aus dem Deutschen Extrem Metal Bereich, als da wären Michael "Jagger" Jäger (Disbelief) und Frank „Akaias“ Nordmann (Asaru / Ex-Agathodaimon).

Komplex geht es zur Sache mit "The Weakest Spot" und man wird schnell aufmerksam, denn es handelt sich um eine Ladung Moderne in der Musik von ALL WILL KNOW. Zum einen erkennbar am Klargesang, der zudem auch manchmal mit Effekten versehen wurde, und dem gut hörbaren Keyboard, welches hier sowohl als Begleit- und auch als Melodie-Instrument arbeitet. "Static" ist im Gegensatz dazu eine schon etwas härtere Nummer, auch gesanglich. Die Stimmen sind hier etwas öfter im für den Stil typischen Growling bzw. Shouting gehalten.

"Rise and Fall of..." an vierter Position ist ein Zwischenspiel und darf somit als orchestrale Einleitung für "A Dying Heart", einen Song im Midtempo-Bereich, fungieren. Gleich zu letzterem Song übergehend, äußert sich dieser als wahre Headbang-Hymne inklusive Epik, welche dem tragenden Streicher-Sound des Keyboarders zu verdanken ist.

Nach der Ballade "How Far Would You Go?", die das Album in ein weiteres Drittel unterteilt, geht es auch schon in den Endspurt der Scheibe. Und da bieten ALL WILL KNOW noch eine drei Titel umfassende Macht. Um einiges gesteigert wurde die Aggression in "Mental Takedown". Das Schlagzeug bietet viel mäßigen Blastbeat und die Gitarren nun etwas weniger melodische Riffs. Somit darf man als Zuhörer auch noch eine härtere Facette der Band kennen lernen, was dem Album noch einen kräftigen Schub verleiht.

Nicht geschont werden die Bassdrum-Felle ebenfalls bei den letzten beiden Titeln des Albums "Counting Stars" und "Devolution". Fast schon zu erwarten ist, dass auch für das Finale von "Contact" musikalische Virtuosität und gesangliches Talent geboten werden. "Devolution" wurde ein kurzes Piano-Intro spendiert und eröffnet sich nach guten 40 Sekunden auch als kraftvolles Stück Melodic Metal, wieder mit etwas mehr epischen Momenten. Staccato-Riffs mischen sich darunter und sorgen so für einen groovigen Kontrast. Der Ausklang des Albums gibt also noch einmal verschiedene Elemente von ALL WILL KNOW wieder, perfekt mit einem Fadeout am Ende.

Fazit: Da merkt man wieder, Erfahrung zahlt sich aus! Auch wenn es sich mit ALL WILL KNOW um eine neue und junge Band handelt, ist dabei eine gewisse Routine eben der Musiker, die schon bei anderen Größen gespielt haben, zu verzeichnen. Dies wirkt sich positiv auf das Gesamtbild aus und lässt diese Band bzw. dieses Album vielleicht zu einem Newcomer werden, der sich schneller in die Höhe arbeiten kann und eine gute Zukunft vor sich hat. Zu "Contact": ein mehr als überzeugendes Werk mit ordentlich Potential.

Flo für Lady-Metal.com