Ancestors Blood - A Moment of Clarity

Lady-Metal.com

Band: Ancestors Blood

Album: A Moment of clarity

Label: Heidens Hart Records

Release Date:  18.01.2014

Genre:  Atmospheric Black Metal

Rezensent: Julian

Tracklist:
01. Intro
02. Legend of the Horizon
03. Ancestors Blood (Pt. 2)
04. From the Ruins
05. A Moment of Clarity
06. Ritual of the Sacred dance
07. Puu iänikuinen
08. Outro

Lineup:
A.T.H. - Vocals, Guitars
E. Heinonen - keyboards
K:S. - Drums
A.L.H. - Bass

Vielen Dank an Heidens Hart für die Bereitstellung des Albums!

Beurteilung

Nach längerer Review-Abstinenz melde ich mich nun auch wieder zu Wort. Dazu nehme ich mich um „A Moment of Clarity“ von Ancestors Blood an. Die vier Finnen sind seit 2002 unter ihren recht Buchstabenarmen, dafür aber überpunktierten Pseudonymen unterwegs (der Post Black Metal lässt grüßen) und versorgen die Metalgemeinde mit ihrem selbstbetitelten „Esoteric Heathen Metal“. Ob das Rezept ankommt, und ob auch die Musik überzeugt, bleibt noch zu klären.

Zuerst dachte ich ja meine Lautsprecher sind hinüber. Die ersten gefühlten 30 Sekunden des Intros sind gefüllt von knarrenden Geräuschen, bis sich dann doch ein pathetisch langsam einfliegender Synthie bemerkbar macht. Erst bei „Legends of the Horizon“ beginnt eine zähe Masse aus düsterem Black Metal gepaart mit doch recht atmosphärischen und stimmigen Synthesizern aus den Boxen zu kriechen. In dieser zwar nicht unbedingt originellen, aber sehr stimmigen und passenden Konstellation ist das nicht ganz der“Heathen“ Metal den ich erwartet habe, aber auch gegen Ambient/Atmospheric Black Metal habe ich nichts einzuwenden. Der nächste Song „Ancestors Blood (Pt. 2)“ klingt zeitweise wie eines der älteren Werke von Dimmu Borgir und erst bei „From the Ruins“ lässt sich eine Flöte im Keyboardgemisch hören. Nach einem weiteren Ambient-Zwischenteil kommen wir zu den letzten beiden Tracks des Albums, die sich nahtlos in den Sound einfügen. Lediglich der vorletzte Track tanzt mit seinem finnischen Titel aus der Reihe und dreht auch ordentlich am Temporädchen. Auch das Outro bietet keine überraschenden Neuerungen mehr und schließt die Scheibe rund ab.

Fazit: Im Großen und Ganzen ist „A Moment of Clarity“ kein Schlechte Scheibe, und für Genreliebhaber definitiv einen Blick wert. Die Synthesizer sind passend, wenn auch nicht von allerhöchster Qualität. Das Songwriting an sich ist standesgemäß gut und stimmig, dennoch heben sich Ancestors Blood nicht ausreichend von der stetig wachsenden Ambient Black Metal Masse ab um Maßstäbe zu setzen. Auch das Recording und Mastering hätte an vielen Stellen noch verbessert werden können und somit bleibt die Scheibe (zumindest für mich) zwischen vielen anderen liegen. Anspieltipp: „Ancestors Blood (Pt. 2) und der Titeltrack „A Moment of Clarity“.

Julian für Lady-Metal.com