Arctic Plateau - The Enemy Inside

Band: Arctic Plateau

Album: The Enemy Inside

Label: Prophecy Productions

Release Date: 17.02.2012

Genre: Postrock /Shoegaze / Indie

Rezensent: Laura

Tracklist:

01. Music´s Like...
02. Bambini Piangete
03. Idiot Adult
04. Abuse
05. Catarctic Cartoons
06. The Enemy Inside
07. Melancholy Is Not Only For Soldiers
08. Loss And Love
09. Big Fake Brother
10. Wrong
11. Trentasette

Lineup:

Gianluca Divirgilio

Besten Dank an Prophecy Productions für das Material

Beurteilung

Es gibt verschiedene Wege, Gefühle zu vertonen. Eine der Bands, die dies besonders erfolgreich schafft, ist Arctic Plateau. Mit seiner Mischung aus Shoegaze und Postrock überzeugte Gianluca Divirgilio bereits mit seinem Debut On A Sad Sunny Day. Nun ist das zweite Album erschienen, und die Fähigkeit, Inneres zu vertonen, ist ihm geblieben:
Die Musik von Arctic Plateau scheint nicht komplex zu sein, aber sie ist sehr effektiv. Durch die hohen Gitarren und den zumeist ruhigen Gesang wird man wie hypnotisiert. Einzelne, immer wieder wiederholte Verse verstärken den Effekt.


Es scheint leichte Musik zu sein, doch sind die Gitarren einen Tick zu grell, um leicht zu sein und die Texte zu bedrückend, um ein gutes Gefühl zu verbreiten.
Interessant wird es, wenn man On a Sad Sunny Day und The Enemy Inside direkt nacheinander abspielt. Große Unterschiede fallen nicht auf, vielmehr wird hier eine Richtung weiter geführt. Es ist ein hypnotischer Effekt, der sich aufbaut, man fühlt sich beim Hören wie als würde man auf Wasser treiben. Die Musik trägt einen, nicht angenehm kuschelig, sondern sehr intensiv. Allerdings ist das neue Album ein wenig rockiger, die Rhythmusgitarren werden stärker eingesetzt.


Es ist schwierig, Akzente festzustellen, da die Titel durchaus für sich stehen, auf dem Album aber eher ein Kollektiv bilden. Meine Lieblinge sind Melancholy Is Not Only For Soldiers, da es wie ein langsames Liebeslied vertont ist, aber vielmehr ein düsteres Klagen durchschlägt – und der Titelsong The Enemy Inside, weil in diesem Stück alles zusammen kommt, was Arctic Plateau ausmacht: die hohen Gitarren, der betörende Gesang und am Ende sogar Screams.


Fazit: Abwechslung ist auf dem Album nicht zu finden, aber in dumpfer Melancholie ist selten starkes Treiben. "The Enemy Inside" ist eine Einheit, keine Ansammlung von Stücken. Deswegen ist es ein starkes Album.

Laura für Lady-Metal.com