Arkona - Slovo

Arkona

Band: Arkona

Album: Slovo

Label: Napalm Records

Release Date: 26.08.2011

Genre: Pagan Black Metal

Rezensent: Patrick Schmid

Tracklist:
01. Az'
02. Arkaim
03. Bol’no Mne
04. Leshiy
05. Zakliatie
06. Predok
07. Nikogda
08. Tam Za Tumanami
09. Potomok
10. Slovo
11. Odna
12. Vo Moiom Sadochke
13. Stenka Na Stenku
14. Zimushka

Lineup:
Masha "Scream" -- Voice
Sergej "Lazar" -- Guitar
Ruslan "Kniaz" -- Bass
Vlad "Artist" -- Drums

Danke an Napalm Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Wie eine Nebelbank an einem kühlen Novembermorgen gleitet auch die Musik, die aus meinen Boxen kommt, durch meine Ohren. Es ist der neueste Release der Russen von Arkona, der sich im Laufwerk wiegt, wie Äste im Wind. Es hat seinen Grund, wieso ich bei dieser Rezension so in meine lyrische Trickkiste greife, denn dieses Album hat es ganz einfach nicht anders verdient. Die Anfänge der Gruppe reichen zurück bis ins Jahr 2002 damals noch unter dem Namen „Hyperborea“ bekannt.  Seit 2003 ist sie auch auf den Bühnen zuhause, zuerst nur in ihrer russischen Heimat, doch mittlerweile auf der ganzen Welt. Inhaltlich, sich der heidnischen Volksmusik ihres Landes bedienend, geht es meist um arkanes Wissen und die Geschichte Russlands.

Slovo kommt aus dem tschechischen und bedeutet nichts anderes als Wort oder Ausdruck. Wobei bei diesem Silberstück wohl das Wort Ausdruck treffender ist. Das Album ist in seiner Form und der abwechslungsreichen Darstellung in meinen Augen bis jetzt nur schwer zu übertreffen. Einen bleibenden Eindruck hat bei mir eindeutig auch der Song „Zakliatie“ hinterlassen, eingängig bis in die Knochen, entführt er den Hörer in die Zeit der archaischen Hochkulturen. Gesänge, die zu einem Opferritual gehören könnten oder schlicht weg frühe Götter besungen haben. Doch im nächsten Augenblick wiegelt sich das Album wieder zu einem wütenden Sturm, auf der sich brausend mit Growls und donnernden Drums entlädt, um mit dem nächsten Song sich wieder mit Vogelgezwitscher in einen sanften Frühlingsmorgen abzuflauen.

Fazit: Ein absolutes MUST-HAVE für jeden Fan von Pagan oder ähnlichen Klängen. Das Album als Ganzes gehört, entfaltet erst seine wahre Schönheit und dies kann ich nur jeden Metalhead da draußen wärmstens ans Herz legen.

In diesem Sinne und mit einem wahrlich göttlichem Gefühl im Ohr
Euer Patrick Schmid für Lady-Metal.com