Arroganz - Kaos.Kult.Kreation

Arroganz

Band: Arroganz

Album: Kaos.Kult.Kreation

Label: Blacksmith Records

Release Date: 03.03.2013

Genre: Blackened Death Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Blood Ceremony
02. Mankind in a dying Whore
03. Ghost of the Wolf
04. Kaos.Kult.Kreation
05. Crush their Temple
06. Through Nightmares into Black
07. Beyond Slavery
08. Spirits Bleed
09. Verderber
10. Demand the Dark
11. Praise the Kult

Lineup:

-M- – Vocals, Guitars
-K- – Vocals, Bass
-T- - Drums

Danke an Blacksmith Records für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Meinen ersten Kontakt hatte ich mit den Metalheads ARROGANZ damals auf dem „Wolfszeitfestival 2010“. Damals hatte die Band zwar noch kein Album veröffentlicht, wurde allerdings schon als innovativer Szene-Newcomer angepriesen. In den letzten drei Jahren sind die Mannen alles andere als untätig geblieben. Mit „Kaos.Kult.Kreation“ kommt in einigen Wochen somit schon der zweite Langspieler in die Regale der Underground-Läden. Womit ihr auf der neuen Scheibe rechnen müsst und dürft, werden wir euch natürlich gerne verraten.

Die Musik des Trios aus Cottbus lässt sich grob als eine gesunde Mischung aus Black- und Deathmetal beschreiben. Somit werden unter anderem Fans von Gruppen wie DESTRÖYER 666, PANZERCHRIST oder auch ARCHGOAT angesprochen. Allerdings steht auf dieser Platte eindeutig die Monotonie des norwegischen Blackmetals im Vordergrund. Somit bleiben rockige oder gar groovige Stellen, wie sie häufig von BELPHEGOR eingesetzt werden, weitestgehend aus.

Die Songstrukturen bestehen in den meisten Songs aus behäbigen Midtempopassagen, welche sich mit Soli und gezielt eingesetzten Blastbeats abwechseln. Hierdurch entsteht jedoch ein kleines Problem: Diesen Aufbau kennt man nur allzu gut. Selten vermittelt mir ein Stück das Gefühl, ich müsse mir dessen Namen merken, weil ich es in den nächsten Tagen unbedingt öfter hören muss. Wirklich spannende Ausreißer sind meiner Ansicht nach nur der Titeltrack „Kaos.Kult.Kreation“ und „Demand the Dark“.

Doch wodurch heben sich diese beiden Stücke von den anderen Tracks ab? Ganz einfach, der Regler für den Arschtritt-Faktor wird bis zum Anschlag nach oben gedreht. Der Gesang klingt um eine ganze Stufe hasserfüllter und die Gitarre rotzt ihre Riffs runter, als wäre ihre Angina schon längst chronisch geworden. An diesen Stellen schaffen es ARROGANZ ihre bekannten Songstrukturen durch eine geballte Ladung Wut zu kompensieren. Diese Schläge unter die Gürtellinie sitzen eigentlich durchweg. Ist es nur schade, dass sich die Jungs bisher relativ selten aus ihrer Deckung hervor wagen.

Fazit: ARRGOGANZ haben einen wütenden Sound entwickelt, der durchaus Potential besitzt. Leider schaffen es nicht alle Songs, diese Atmosphäre totaler Zerstörung zu vermitteln. Was bleibt, ist somit ein Album, welches zwar durchaus auch gute Titel besitzt, es jedoch nicht aus dem Mittelfeld hinaus schafft. Sollte es ARROGANZ gelingen, auf der nächsten Platte noch einen Gang hoch zu schalten, könnten sie mit ihrer explosiven Kraft allerdings so manches Trommelfell sprengen.

Hardy für Lady-Metal.com