AstorVoltaires - BlackTombsforDeadSongs

AstorVoltaires

Band: AstorVoltaires

Album: BlackTombsForDeadSongs

Label: Rain Without End Records

Release Date: 06.12.2012

Genre: Melodic Death/Doom

Rezensent: Laura

Tracklist:
01. Rosas y Fuego
02. Como un Desierto
03. Nexo Estelar
04. Aroma a Ti
05. Tummasilmäinen
06. Quark
07. Thy Endless of Mouring´s Heart
08. Del Tiempo Irracional
09. Solo un Sueno
10. Gold
11. Donde Nada Existia
12. An Orphan Heartless

Lineup:

Juan Escobar C.: AstorVoltaires
Dayana Castillo: additional Vocals
Cesar Marquez: Guest Vocals

Besten Dank an Rain Without Ends Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Astor Voltaires ist ein Einmannprojekt aus Chile, das sich der langsamen Klänge und dem Doom verschrieben hat. Mit "BlackTombsForDeadSongs" veröffentlichte er erstmals bei Rain Without Ends Records.
Das Album startet atmosphärisch und ruhig, mit gerauntem Sprechgesang. Eine Leadgitarre spielt im Hintergrund vor sich her, bis sich der Sprechgesang in Growlen oder Schreien abwechselt. Es könnte ein tieferes Klageschreien sein, für meine Ohren klingt das ein wenig schmerzhaft. Der Gesang ist lauter als die Instrumente, was ein bisschen schade ist, da die Instrumentalisierung gut, also sauber gespielt und intensiv ist. Abrupt endet der intensive Part und die Atmosphäre vom Anfang wird wieder aufgebaut.

Das nächste Stück steigt voll ein mit langgezogenen Screams, die leider wieder die Instrumente übertönen.  Das ist dahingehend schade, als dass die Instrumente im Hintergrund klingen, als ob man dringend mehr davon hören möchte. Klaren Gesang und Unterstützung von einer Frau gibt es auch, insgesamt ist das Stück im Midtempo von der Komposition her gut aufgebaut. Auf jeden Fall ist die klare Stimme viel angenehmer zu hören als das angestrengte Schreien.
Nexo Estelar, der nächste Titel, hat verrückte Leadgitarren. Der langgezogene Gesang dominiert aber das Geschehen, die eingesetzten Nur-Gitarre-Parts machen die ganze Sache interessant. Bemerkenswert ist hingehend Aroma a Ti. Das ist ein selbst im Vergleich mit den anderen Stücken sehr klagendes Lied, das intensiv und ehrlich klingt. Insgesamt klingt das Stück mit den lauten und leisen Parts sehr gut, das aufgebaute Gefühl kann man dem Musiker auch abkaufen.
Aus welcher Sprache auch immer der Liedtitel Tummasilmäinen stammt, dahinter versteckt sich eines der metallastigeren Stücken. Die Produktion ist auf jeden Fall sauber gemacht, aber  ein Fan der Screamstimme werde ich nicht mehr. Und wieder wird der Gesang zu Lasten der Instrumente betont. Ruhe zieht mit "Quark" ein, einem ruhig-andächtigen Klavierstück, das an Intensität, aber nicht Geschwindigkeit zunimmt.
Im Prinzip ist bis jetzt schon alles gesagt, was einen bei Astor Voltaires erwartet. Die folgenden Stücke folgen dem Muster, wobei "Thy Endless Mourning Heart" auf seine Art fangend ist, weil der klagende und teilweise flüsternd vorgetragende Gesang catchy ist. Am Ende steigen wieder Screams ein.  Die Konzeptionen, wechselnde Nutzung von Gesängen und Instrumentalisierung der folgenden Stücke ähneln sich, ohne dass es langweilig wird. Am Ende wird bei "An Orphan Heartless" wieder der Zirkelschluss zum atmosphärischen Einstieg gemacht.

Fazit: Lyrisch gesehen sind Astor Voltaires obere Liga der Bands. Die Produktion ist auch sauber gemacht, die Konzeptionen sind spannend. Das Potenzial für eine sehr gute Band ist da - nur ist es schade, dass der Gesang überbetont ist - die Instrumente wurden doch prima eingesetzt!  Mein privater Wunsch sind allerdings auch weniger Screams auf einem zweiten Album.

 

Laura für Lady-Metal.de