Behexen - Nightside Emanations

Behexen

Band: Behexen

Album: Nightside Emanations

Label: Debemur Morti Productions

Release Date:
21.09.2012

Genre: Black Metal

Rezensent: Tanja

Tracklist:
01. Intro
02. Wrathfull Dragon Hau-Hra
03. Death's Black Light
04. Circle Me...
05. We Burn With Serpent Fire
06. Luciferian Will
07. Awaken Tiamat
08. Temple Of The Silent Curses
09. Shining Death
10. Kiss Of Our Dark Mother

Lineup:
Hoath Torog – Gesang
Wraath – Gitarre
Shatraug – Gitarre
Horns – Schlagzeug

Danke an Debemur Morti Productions für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Lange ist es her, dass man von mir etwas lesen konnte – und es hat niemandem geschadet. Ne, Quatsch  beiseite, bin wieder ein bißchen da und tauche auch gleich wieder in die richtig geile Welt des gut gemachten und berauschenden Black Metals ab – mit BEHEXEN!

Wem die Guten Skandinavier nichts sagen, mal einen kurzen Umriss. Es gibt drei vollwertige Alben sowie  Split-Alben mit Satanic Warmaster und Horna.  Wer dann schnell genug war, konnte ebenso noch einen deftigen Schluck aus des Teufels Kelch nehmen, denn mit "From the Devil’s Chalice" kam ein dreiteiliges Vinyl-Set, welches auf 666 Stück limitiert war, auf den Markt. Außerdem sind Hoath Torog und Horns noch bei Sargeist tätig und Klampfenmann Shatraug hat auch noch sein Amt bei Horna inne. Ach ja, und ob rechts oder nicht und ob die Herren von BEHEXEN nun viel Bullshit loslassen oder nicht, darüber könnt ihr euch in anderen Reviews ausführlich informieren, denn ich lege den Fokus auf die Musik und nicht auf solche Themen, denn die gehören woanders hin. Soviel einmal dazu, nun aber zu dem neuesten Machtwerk der Finnen.

Auf „Nightside Emanations“ gibt es ein hauchdünnes, filigran gewebtes Spinnennetz aus düsterem Black Metal, tödlich anmutenden Gitarren und rasanten Thrash/Death-Anleihen. Die Harmonien pfeifen einem nur so ins Ohr und auch wenn man, trotz fünfjähriger Werkelphase, den Kurs des Vorgängers beibehalten hat, so lassen sich doch immer wieder eingängige Passagen des Neuen ausmachen. Der hohe Norden spitzt an allen Ecken und Enden aus dem schwarzen Dunst, Dunkelheit und Schwärze ziehen durch den nebligen November und entfalten so ihre bedrohliche und allumfassende Anmut. Pathetisch und fast schon predigend dringen die Gesänge bei „Circle Me... “ durch die majestätischen Landschaften des Black Metals und bei „Awaken Tiamat“ walzt man förmlich durch die musikalische Witterung.
Doch trotz allen Lobes, manchmal kommt es mir, gerade bei den schnellen, tödlichen Passagen doch recht eintönig vor und ich sehne mich wieder nach der Schwere und Melancholie des Black Metals. Mit Ausnahme des Rausschmeißers „Kiss Of Our Dark Mother“, denn hier wird der Thrash in den Hintergrund gestellt und bleibt aber trotzdem im gehobenen Tempo. Einfach geil.

Die Produktion ist rau, naturbelassen und trotzdem vom Feinsten ohne klinische Momente – ganz genau so, wie eine schwarz metallische Produktion in meinen Ohren klingen soll. Hoath Torog krächzt wie eine morsche Birke im Herbststurm und seine klaren Sprechpassagen müssen einen einfach in den Bann ziehen.

Fazit: Das Album ist eine Einheit, keiner drängt sich nach vorne und durch die wechselnden Tempi wird es einem auch nicht langweilig. Wobei mir eben die getragenen Songs mehr zusagen!  Eine eindeutige Kaufempfehlung!

Tanja für Lady-Metal.com