Bifröst - Tor in eine Neue Welt

Lady-Metal.com

Band: Bifröst

Album: Tor in eine neue Welt
    
Label: Einheit Produktionen

Release Date: 25.10.2013

Genre: Pagan Metal

Rezensent: Julian

Tracklist:
01. ...um frei zu sein
02. Am Pfahle
03. Runde um Runde
04. Statuen im Eis
05. Blutrote Nacht
06. Die Suche
07. Hofnarr
08. Der Narrenkönig (Hofnarr II)
09. Kaltes Herz
10. Rauhe See
11. Rückkehr des Mönchs
12. Tor in eine neue Welt
13. Wer mit dir steht


Lineup:
Ragnar - Gesang
Matthias van Matterhorn - Gitarren, Keys
Nordolf - Rhytmusgitarre
Holmger - Bass
Severni Veter - Drums

Vielen Dank an BIFRÖST für das Bereitstellen des Albums!

Beurteilung

Endlich ein Lebenszeichen aus Österreich! Seit 2010 herrschte Stille bei Bifröst. Aber jetzt ist die Paganwalze mit einem neuen Silberling zurück und hat hier bei uns gleich mal ein Probeexemplar hinterlegt. Ob das "Tor in eine neue Welt" den Vorgängern gerecht wird, oder etwas fehlgeleitet wird, finden wir jetzt heraus.

Schon allein ein Blick auf die Titelliste entlarvt Matthias Sollak als Urheber des neuen Werks. Diesen kennen wir nicht nur als treibende Kraft bei Bifröst, auch die Projekte "Harakiri for the Sky", "Karg" und "Exartet" gehen auf seine Kappe. Bereits der erste Track "...um frei zu sein" bestätigt meine Hoffnungen und Erwartungen: Absolut und zu 100 Prozent Bifröst. Die Salzburger haben keinen Bedarf sich neu zu erfinden, da ihr Sound schon immer gut ankommt. Stattdessen glänzt die Scheibe durch altbewährten Sound, der lediglich in einigen Facetten verfeinert wurde. Außerdem erwartet uns ein gelungener Mix aus humorvollen und düsteren Texten, sowie eine Fortsetzung des "Mönches" vom 2010er Album "Heidenmetal" der mein persönlicher Höhepunkt der Scheibe war. Im gesamten bleiben sich Bifröst selber treu, und trotzdem wirkt das "Tor in eine neue Welt" kein bisschen alt oder verbraucht. Allenfalls etwas ausgereifteres und bedachteres Songwriting ist festzustellen. So bleiben uns Bifröst mit einem Hammer-Album, das vor eingängigen Riffs und melodischen Klanggebilden nur so strotzt, in gewohnter Qualität und alter Stärke vorhanden und machen trotz Besetzungswechsel eine durchweg gute Figur. Gott sei dank verzichten sie auch nach wie vor auf den Pagan-üblichen Pathos und unnötige Klischees.

Durch die Bank ein Meisterwerk, das sich hinter keiner anderen Pagan Formation zu verstecken braucht, und das man getrost mit den letzten Outputs von Wolfchant, Heathen Foray und Equilibrium auf den Prüfstand stellen darf. "Tor in eine neue Welt" ist eine glatte 9.5/10 und vorbehaltlos zu empfehlen!

Julian für Lady-Metal.com