Black Sound Empire - Sisma

Black Sound Empire

Band: Black Sound Empire

Album: Sisma

Label: Noisehead Records

Release Date: n.a.

Genre: Post Hardcore

Rezensent: Roba

Tracklist:
01 Sober
02 Cheval
03 Shine Like Gold
04 Stationary
05 Everybody
06 Maybe
07 Telling
08 Grey Howl
09 All My Love

Lineup:
Andrea Fioravanti - Gitarre
Stefano Bombardini - Schlagzeug
Lucio Minghetti - Gitarre
Raffaele Marra - Bass
Marco Toni - Vocals
Alessio Casadio - Synth

Besten Dank an Noisehead Records für das Material

Beurteilung

"Post" ist ja gerade ein sehr beliebtes Wort, sei es Post Black Metal, Post Rock oder wie hier Post Hardcore. Es ist auch gar nicht mal so einfach dieses Post genauer zu bestimmen. Wenn man es hört, weiß man es einfach, dass Elemente enthalten sind. Bei Black Sound Empire aus Italien sind es vor allem die Hardcore unüblichen Melodiestränge, die eindeutig Postrock sind, zumal der Gitarrensound nicht genretypisch ist, eher etwas weich, hintergründig und in meinen Augen zu lasch ist. Denn gerade der fette Gitarrensound ist mir bei einem Core Album jeglicher Ausrichtung sehr wichtig. Genau das kann dieses Werk hier nicht liefern. So verfehlt es bei mir die Wirkung, obwohl ich der Band ein gewisses Können bei der Verschmelzung der Stile bescheinige und eine kreative Mischung dabei herausgekommen ist. Stückweise erinnert es mich an eine nicht mehr existierende Band aus meiner Heimat, die auch einen modernen Core gespielt hatte, aber ohne Post davor. Der Grund dafür ist zweifelsohne das Saxophon, was eine melancholische Linie hineinbringt. Ansonsten kommt auch der Hardcore ausreichend zu Wort, vor allem im Songaufbau und dem klar gesungenem Gesang. Nur eben die fetten Stacattoparts fehlen bzw. haben nicht die Wirkung wie normalerweise.

Fazit: "Sisma" ist etwas Nettes für Zwischendurch und hat einen gewissen Witz. Es ist auf jeden Fall unkonventionell und frisch, jedoch ist der zu lasche Gitarrensound mir einfach ein Dorn im Auge oder ein Pfropfen im Ohr, wie man will. Wen dieser nicht stört, sollte wirklich einmal reinhören und der Band eine Chance geben.

Roba für Lady-Metal.com