Blackshore - Terror

Lady_Metal

Band: Blackshore

Album: Terror

Label: Shure Shot Worx

Release Date:
15.11.2013

Genre: Black Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. Terror
02. Reaktor
03. Troublemakers Black Metal
04. Panzervergnügen
05. Prayer to the Bombs
06. 52 Meter
07. Dystopian Demon Dynamite
08. Benthams Panoptikon
09. Puking Blood Means Cancer
10. Dimension Ärger
11. U - Bootmagie

Lineup:
Hades - Vocals, Guitar, Bass
Blizzard - Drums

Vielen Dank an Shure Shot Worx für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Die 2007 gegründete Black Metal Band BLACKSHORE um die beiden Herren Hades und Blizzard schießen mit "Terror" ein neues Album auf die Szene und wollen damit ein weiteres Kapitel ihre bisweilen eisig kalte und rasend schnelle Linie fortführen. Man nehme typischen Black Metal, würze diesen mit einigen rollenden Thrash Elementen und bekommt als Fertigprodukt ein wahrlich terrorisierendes Gebräu mit elf (atom-)kriegerischen Titeln.

Visionen eines nuklearen Infernos sind Thema des Songs "Reaktor" und eröffnen nach dem Sprach-Intro "Terror" ein musikalisches Geballer auf die Hörerschaft, das in der Mitte nur wenig Kontrast mit einem langsamen Teil beweist. Man darf sich also auf ein Album in alter BLACKSHORE Art vorbereiten, und diese hält bekanntlich wenig von schmeichelhaften Passagen, sondern setzt auf pure Gewalt und Gnadenlosigkeit.

Nachdem man in "Troublemaker Black Metal" einige Thrash Metal Anleihen vorfindet, welche man am Staccato-Riffing erkennen kann, wird mit dem Nachfolger "Panzervergnügen" ein erster Song gebracht, der die Fahrt von Panzern rhythmisch in Form von einer ratternden Doublebass symbolisiert.

"52 Meter" ist mit über zehneinhalb Minuten der längste Song und versprüht Epik pur. Damit passt er nicht in den kompromisslosen Stil der bisher gehörten Geschütze, sondern verzeichnet eine eigene Nuance durch lange Passagen ohne Gesang und im Gegensatz dazu getragene bzw. ziehende Phrasen.

Eine Begrüßung zu "Dystopian Demon Dynamite" macht diesen umso sympathischer. Es zeigt sich schnell, dass hier wieder eindeutig der Thrash Metal zugeschlagen hat. Zwischendurch gesellen sich dazu orientalisch anmutende Riffs, wie man sie zum Beispiel aus Nagelfars "Sturm der Katharsis" im Hinterkopf hält.

Drei kürzere Titel mit durchschnittlichen vier Minuten Spielzeit leiten langsam aber sicher das Finale der Scheibe ein. "Benthams Panoptikon" dabei als Blastbeat-Gewitter. "Puking Blood Means Cancer" als old-schoolige Hymne. "Dimension Ärger" als sehr stürmisches Black Metal Kanonenfeuer.

Gemäß dem Intro "Terror" gibt es zum Schluss des Albums noch ein korrespondierendes Gegenstück namens "U - Bootmagie". Obwohl das Stück sehr lange ist, kommt darin nicht viel Musik vor. Es stellt damit mehr eine gedankentreibende magische Atmosphäre in den Vordergrund, welche durch ihre Unvorhersehbarkeit den Vorlauf des Stückes merkwürdig macht. Schlussendlich kommt noch eine kurze musikalische Sequenz, mehr oder weniger ein Hidden Track.

Fazit: Es gibt wiedermal ein knallhartes Stück schwarzen Stahl aus der norddeutschen Underground-Szene. Mit "Terror" ließen die Lübecker BLACKSHORE einmal mehr ihrer musikalischen Ideen freien Lauf und als Ergebnis zeichnete sich ein besonders hasserfülltes und provokantes Album ab, welches man durchaus empfehlen kann. Wenn auch die Gitarren eine kleine Brise Dominanz in der Produktion vertragen hätten, kann man dennoch von einem gelungenen Silberling reden, mit dem sich vielleicht wieder ein neuer Stern am Black Thrash Metal Himmel aufziehen lässt?

Flo für Lady-Metal.com