Bleeding Red - Evolution's Crown

Bleeding Red

Band: Bleeding Red

Album: Evolution's Crown

Label: Rock Road Entertainment

Release Date: 23.03.2012

Genre: Black/Death/Thrash Metal

Rezensent: Chris

Tracklist:

01. Bloodforce
02. The Running Man
03. Nameless
04. Wasted Screams
05. Thoughtcrime
06. Unmaster
07. Involution
08. Calm Before the Storm
09. Tritoxine
10. Frequencies
11. Goddess of Black
12. Calling for your Downfall

Lineup:
Timo - Vocals, Guitars
Manuel - Guitars
Michael - Bass
Fabian - Drums

Danke an Rock Road Entertainment für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Meine ersten Kontakte mit BLEEDING RED knüpfte ich am VIP-Container des Summer Breeze 2009, als zwei Bandmitglieder vor mir in der Schlange standen. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon Gefallen an der Band gefunden hatte, sprach ich ihnen natürlich ein anerkennendes Lob aus. Nebenbei bemerkt prophezeite ich ihnen gute Möglichkeiten einen Sieg beim New Blood Award einfahren zu können. Und siehe da, im Jahr 2010 konnten sie genau diesen Erfolg verbuchen. Nach einer EP und einer Demo gibt es nun also den ersten Longplayer "Evolution's Crown".

Neben dem siegebnenden Stück "Wasted Screams" gibt es ein Intro, ein Interlude und neun weitere Kracher zu hören. Was schon auf der Bühne so perfekt funktionierte, versprüht auch auf der Platte weiterhin einen ganz eigenen Charme. In einer Schnittmenge aus Black, Death und Thrash Metal walzen die Gitarren ordentlich durchs Unterholz und lassen sich auch hier und da zu einigen gekonnten Riffs bewegen. Dazu präsentieren sie wiederholt eine ordentliche Prise Groove. Auch das Schlagzeug hämmert wie ein Vorschlaghammer und trägt damit die Saitenergüsse des Quartetts optimal. Über allem thront der, teilweise schon monumental anmutende, Gesang von Frontmann Timo, der zwischen Death-Growls und Sprechparts hin und her wechselt. Das Klangbild der Scheibe bietet einwandfreien Spielraum für alle teilhabenden Musiker und die Produktion ist schlicht erdig, was gut zu diesem Album passt. Darüber hinaus ist es positiv zu erwähnen, dass die Band wohl nichts von ihrer Bodenständig eingebüßt hat. Dafür spricht schon der Aspekt, dass sie nicht bei einem der großen Labels veröffentlichen. Anspieltipps der Scheibe sind "Nameless", "Wasted Screams", "Thoughtcrime" und "Involution".

Fazit: BLEEDING RED bleiben ihrem Weg treu und vermischen mit einer wahren Freude Elemente des Death, Thrash und ein bisschen Black Metal zu einem funktionierenden Ganzen. Wenn man dann bedenkt, dass dies hier ein Debütalbum ist, wird einem schnell klar, dass man es hier mit einer DER Hoffnungen des deutschen Metals zu tun hat. Ohne wenn und aber! In diesem Sinne kann man allen Hörern nur viel Freude beim heimischen Haareschütteln wünschen und den Besuch eines Konzerts der Truppe außerordentlich empfehlen. Weitermachen, alles im grünen Bereich!

Chris für Lady-Metal.com