Cannabis Corpse - From Wisdom to baked

Cannabis Corpse

Band: Cannabis Corpse
    
Album: From Wisdom to baked

Label: Season of Mist

Release Date: 20.06.2014

Genre: Death Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Baptized in Bud
02. Zero Weed Tolerance
03. Weedless Ones
04. Individual Pot Patterns
05. Pull the Carb
06. Considered Dank
07. Voice of the Bowl
08. THC Crystal Mountain
09. With Their Hash He Will Create
10. From Wisdom to Baked
11. Medicinal Healing

Lineup:
Phil "Landphil" Hall - Vocals, Guitars, Bass
Josh "HallHammer" Hall - Drums
Brent Legion - Guitars

Besten Dank an Season of Mist zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Hey, was ist denn da nur wieder auf meinem kleinen aber feinen Review-Tellerchen gelandet? Ein rohes Stück Fleisch mit nach Haschisch duftender Salatbeilage. Tatsächlich habe ich das Vergnügen zum weiderholten Male ein Scheibchen der dauerbekloppten ADHS-Kiffer CANNABIS CORPSE rezensieren zu dürfen. Somit darf ich euch nun berichten, was MUNICIPAL WASTE Mastermind "Phil Hall" auf dem vierten Album seines mittlerweile ebenfalls recht bekannten Nebenprojekts verbrochen hat.

Kümmern wir uns zunächst um den musikalischen Aspekt des Albums (wie außergewöhnlich, wo es sich bei Lady-Metal doch um ein Musik-Fanzine handelt *kopfschüttel*). Wie bereits auf den Vorgängerwerken wird eine moderne Form des corelastigen Deathmetals gespielt. Harte Breaks sorgen vereinzelt zwar für Irritation, in erster Linie wird allerdings äußerst berechenbarerer Midtempo geboten. Die tiefergestimmten Gitarren wechseln sich mit höheren Riffs, die wohl eher dem Punkgenre zuzuordnen währen. Was bleibt ist somit ein solides Fundament ohne besondere Neuerungen oder Innovationen.

Nun kommen wir zu dem konzeptionellen Teil des Langspielers. Dieser bringt mich nämlich zu der Vermutung, dass Weiterentwicklung von CANNABIS CORPSE in keinster Weise gewollt ist. Schon auf ihrem Erstlingswerk "Blunted at Birth" wurde mit bekannten Trademarks gespielt. Diese wurden bewusst in Szene gesetzt und durch die übertriebenen Späße über Rauschgift und Bewusstseinserweiterung parodiert. Unter diesem Gesichtspunkt ginge ein großer Teil der Satire verloren, wenn sich die Truppe von den musikalischen Klischees lösen würde. Wer mit dieser Art Humor (die zugegebenermaßen recht plakativ eingesetzt wird - Vorschlaghammer lässt grüßen) nichts anzufangen weiß, brauch den Kontakt mit dieser Band erst gar nicht aufzunehmen.

Nun stellt sich natürlich die Frage aller Fragen: Haben sich auf dem neuen Album tatsächlich keine Neuerungen eingestellt? Die Antwort lautet "Nein"! Zum einen hat sich die Aufnahmequalität seit den Anfangstagen hörbar verbessert. Der Sound und die Abmischung klingen auf " From Wisdom to baked" sauber wie nie, ohne den Tieftönern hierbei ihren benötigten Raum zu nehmen (Deathmetal eben). Zudem finden sich diesmal beinahe noch mehr Anspielungen auf alte Metalklassiker als auf den vergangenen Releases. Mit "Baptized in Bud" (orig: Baptized in Blood) und "Zero Weed Tolerance" (orig. Zero Tolerance) finden sich allein schon im ersten Albumdrittel zwei Anspielungen auf alte Songs von DEATH.

Fazit: Was soll ich euch nun raten liebe Leser? Ich hatte erwartungsgemäß großen Spaß mit dem Output. Dieser Umstand ist allerdings mit aller Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise auf meinen infantilen sowie leicht entwicklungsverzögerten Humor zurückzuführen. Wer da draußen ebenfalls auf Deathmetal oder Deathcore steht und zudem auch noch über kindische Verhohnepipelungen alter Metalhits lachen kann, darf gerne zugreifen. Wer hingegen auf ein Album hofft, dass es qualitativ mit den aktuellen Releases von SIX FEET UNTER oder PUTERAEON aufnehmen kann, sollte seine Erwartungen dezent zurückschrauben.

Hardy für Lady-Metal.com