Capud Draconis - Musica Divina

Capud Draconis

Band: Capud Draconis

Album:
Musica Divina

Label:
Totentanz Records / Soulfood

Release Date:
Juni 2011

Genre:
Medieval Folk

Rezensent:
Chris

Tracklist:
01. Prologue
02. Inferno
03. Animus
04. Invidia
05. Ira
06. Ignavia
07. Avaritia
08. Immodestia
09. Voluptas
10. Fatum
11. Paradiso

Lineup:
Alustris von Thargor - Dudelsack, Dulcimer
Arach von Alzey - Saiteninstrumente
Hagen Sturmwut - Davul, Bodhran, Percussion
Magnus der Letzte - Dudelsack, Maultrommel, Flöten

Vielen Dank an Immortal Promotion für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Ein Konzeptalbum über den Tod also - das gab es doch schon öfter und in einigen Genres des Rock und Metal. Doch so wirklich rockig oder gar metallisch geht es hier nicht zu Werke. CAPUD DRACONIS spielen waschechten Medieval Folk, der zu einem Großteil ohne Gesang auskommt. Ohne große Elemente wie einen Chor oder gar klassisches Orchester, wie Corvus Corax in den zwei Teilen ihrer Cantus Buranus-Reihe, möchte man sich also von standardmäßiger Marktmusik des Mittelalters abgrenzen.

Die Atmosphäre ist das tiefgreifende Element, welches hier in den Vordergrund gesetzt wird. Dudelsack und Davultrommel bleiben aber die leitenden Instrumente. Marktmusikdauerbrenner bleiben dabei aus und man setzt ganz auf unterschiedlichste Klangelemente. Dies hört man schon beim fast 8-minütigen "Inferno" sehr gut, wenn sich bedrohliche Parts mit ruhigen Passagen abwechseln. Bei "Animus" stehen dann die klassichen Klänge der Marktmusik vorne an und mischen sich mit einer gehörigen Portion Mystik. Der gesamte Sound von CAPUD DRACONIS wird dort erweitert, wo er es nötig hat. Dabei verliert man sich aber nicht in experimentellen Strukturen. Exoten wie die Maultrommel werden zum Beispiel bei "Invidia" gekonnt und bewusst eingesetzt.

Ein tanzbares Stück hat es mit "Ignavia" ebenfalls auf diesen Longplayer geschafft. Im Stück "Avaritia" ist ein Bodhran-Rhythmus zu hören, der mit keltischen Melodien untermalt wird.

FAZIT:
CAPUD DRACONIS bleiben ihrem eigenen Anspruch treu. Sie beschreiten mit altbewährten Stilmitteln neue Wege. Was sich beim Debüt und Vorgänger "Musica Nova" schon in Ansätzen zeigte, wird hier vollendet. Der Tod ist wahrlich keine leichte Thematik, doch die Vertonung von CAPUD DRACONIS schwebt wie die frische Brise über einen See im Sommer.

Chris für Lady-Metal.com