Carach Angren - Lammendam

Lady-Metal

Band: Carach Angren

Album: Lammendam

Label: Seasons Of Mist

Release Date: 19. Juli 2013

Genre: Black Metal

Rezensent: Flo

Tracklist:
01. Het Spook van de Leiffartshof
02. A Strange Presence Near The Woods
03. Haunting Echoes From The Seventeenth Century
04. Phobic Shadows And Moonlit Meadows
05. Hexed Melting Flesh
06. The Carriage Wheel Murder
07. Corpse In A Nebulous Creek
08. Invisible Physic Entity
09. Heretic Poltergeist Phemona
10. La Malédiction de la Dame Blanche
11. There Was No Light (Bonus Track)
12. After Death Premises (Bonus Track)
13. Yonder Realm Photography (Bonus Track)

Lineup:
Seregor - Vocals, Guitars
Ardek - Keyboards, Orchestra
Namtar - Drums

Vielen Dank an Seasons Of Mist für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Selten hört man von niederländischen Black Metal Bands, und wenn, bewegen sie sich auch nur im Underground umher. Doch es gibt eine Band, die hier bereits mit dem Kopf maßgeblich in die Szene der Bekannteren ragt. Es handelt sich um CARACH ANGREN und ihrem melodischen Black Metal. Beeinflusst von DEN Genrevertretern des Dark Metal DIMMU BORGIR und CRADLE OF FILTH, kann die noch relativ junge Band (Gründungsjahr 2004) auf einen eigens kreierten Stil zurückgreifen.
Besonders rhythmisch finden häufig Blastbeats Verwendung und verleihen dem orchestralen Sound der Band einen gehörigen Schub.
Das hier vorliegende Album ist eine Neuauflage des Debüt-Albums "Lammendam" und enthält zusätzlich drei Bonus-Songs der EP "Ethereal Veiled Existence" aus dem Jahre 2005, ohne dabei die Qualität der Songs beeinflusst oder verändert zu haben.

Nach wenigen Takten merkt man bereits, dass Dramatik ein sehr wichtiger Bestandteil der Musik von CARACH ANGREN ist. Neben der ganzen Brachialität, welche durch brechend schnelles Schlagzeug erzeugt wird, übernehmen die Riffs der Gitarre die tragende Säule für alle synthetischen Klänge und Anteile der Songs.
Und diese kommen in verschiedenen Klangfarben zur Anwendung. Klavier sowie Cellos und Violinen sind dabei die wichtigsten und häufigsten. "Phobic Shadows And Moonlit Meadows" gibt hierzu einen breiten Einblick.

So fesselt die fast angsteinflößende Stereo-Stimme des Interludiums "Hexed Melting Flesh" auf den folgenden Kracher "The Carriage Wheel Murder". Orientalisch anmutende Melodieführung und eine gehörige Portion Tempo halten das Niveau des Albums oben. Den Kontrast dazu bilden breakartige Riffs gepaart mit angeglichenem Schlagzeug.
Atmosphäre garantiert.

Der längste Song "La Malédiction de la Dame Blanche" mit über sieben Minuten kommt schließlich zum Ende des regulären Teils des Albums und bildet so das Tor zum Bonusteil. Experimentell, innovativ und tragisch zugleich zeichnen sich immer wieder ungeahnte Facetten ab. Highspeed Staccato Shredding bildet davon eindeutig den Höhepunkt. Die Niederländer haben einfach ein Fable für treffende Ideen. Im Falle von CARACH ANGREN zusätzlich für kreativ umgesetzte Stillücken.

Die drei Bonussongs haben qualitativ nicht die gleiche Aufmachung der anderen Albumtitel zu bieten, weichen jedoch auch nicht allzu sehr ab. Lediglich das Schlagzeug wirkt etwas schwach, während die restliche Instrumentalisierung sowie der Gesang unverändert zum Rest bleiben.

Fazit: Natürlich hat das Album noch weitaus mehrere Höhepunkte als die obig angesprochenen Songs zu bieten. In Summe haben CARACH ANGREN ein hohes Maß an Virtuosität, zumal die physische anspruchsvolle Arbeit eigentlich nur auf zwei Personen der Band zutrifft, nämlich den Gitarrist und den Schlagzeuger. Vor allem letzterer beweist immer wieder sein Können durch eine perfekte Umsetzung von schnellen Rhythmen und treibenden Blastbeats.
Weitere Anspieltipps sind "A Strange Presence Near The Woods", "Heretic Poltergeist Phemona" und "After Death Premises" als Bonustrack.

Flo für Lady-Metal.com