Catamenia - The Rewritten Chapters

Catamenia

Band: Catamenia

Album: The Rewritten Chapters

Label: Massacre Records

Release Date: 27.04.2012

Genre: Nordic Metal / Death Metal

Rezensent: Hardy

Tracklist:
01. Hollow Out - ChaosBorn
02. Blackmension
03. Alive... Cold... Dead!
04. Cavalcade
05. Passing Moment of Twilight Time
06. The Day When the Sun Faded Away
07. My Blood Stained Path
08. Post Mortem
09. Morning Crimson
10. Eskhata
11. Coldbound
12. Lost in Bitterness
13. Pimeä Yö
14. Kuolon Tanssi
15. Born to Be My Baby (Bon Jovi Cover)

Lineup:
Riku Hopeakoski – Guitars
Juha-Matti Perttunen – Vocals
Mikko Hepo-oja – Bass
Sauli Jauhiainen – Guitars
Toni Qvick – Drums
Jussi Sauvola – Keyboards

Besten Dank an Massacre Records zur Verfügungstellung des Albums

Beurteilung

Seit nunmehr 17 Jahren wird unter dem Banner CATAMENIA musiziert und geholzt was das Zeug hält. Trotz unzähliger Lineup-Wechsel hat es die Truppe mit jedem Album geschafft, sein Wolfsrudel an Fans zu vergrößern. Der mittlerweile relativ große Erfolg soll nun mit einer ersten Compilation gefeiert werden.

Alle Songs auf dieser Zusammenstellung sind neu eingespielt. Dies ist besonders bei den älteren Titeln interessant, da CATAMENIA ihren Stil im Laufe der Jahre sehr stark verändert haben. Aus dem melodischen Black-Pagan-Metal der Anfangstage ist inzwischen corelastiger Deathmetal geworden. Aus eben diesem Grund scheint es ein begründetes Unterfangen zu sein, altes Material in dem heutigen Gewand der Band neu zu interpretieren.

Besonders begeistert mich hierbei die neue Version von „Pimeä yö“. Dieses Stück Musikgeschichte wurde das erste mal bereits auf der Debut-Demo der Bande veröffentlicht und schickt den gewogenen Hörer durch seine neue Produktion einmal mehr auf die Reise in den kalten Norden.

Mittlerweile scheinen CATAMENIA beschlossen zu haben ihren Klargesang wieder zurück nach Hel zu verbannen und werden somit die Herzen ihrer früheren Anhänger höher schlagen lassen. Ansonsten wird der melodische Stil der letzten Platten beibehalten, wodurch sich immer wieder Vergleiche zu CHILDREN OF BODOM oder COVENANT aufdrängen.

Am Ende dieser Sammlung wartet auf den Hörer noch eine Coverversion von BON JOVIs „Born to be my Baby“, die selbst den hartgesottensten Schwarzmetaller zum mitgrölen animiert.

Allerdings hinterlässt die Scheibe bei mir trotz des Lobes auch ein wenig Ernüchterung.
Gerade bei neueren Songs verstehe ich den Zweck einer Neuinterpretation nicht ganz. Zudem fehlen mir in der Titelauswahl eine Menge Hits, die eigentlich zu einem Querschnitt über CATAMENIAS Schaffen dazu gehört hätten (Z.B. „Tribe of Eternity“, „Location Cold“ oder „Aurora Borealis“).

Fazit: Insgesamt beinhaltet „The Rewritten Chapters“ einen guten Querschnitt über die bisherigen Schaffensphasen CATAMENIAs. Es fehlen zwar einige ihrer Kulthits, dafür sind immerhin Titel aller bisher veröffentlichten Alben vorhanden. Da alle Stücke neu interpretiert sind, lohnt sich eine Anschaffung sicherlich nicht nur für Neueinsteiger, sondern auch für alte Bekannte der Gruppe.

Hardy für Lady-Metal.com