Chaos Invocation - Black Mirror Hours

chaos invocation

Band: Chaos Invocation

Album: Black Mirror Hours

Label: W.T.C. Productions

Release Date: 01.03.2013

Genre: Black Metal

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Delirium Worship and Total Abandon
02. The Mirror
03. Beyond Coming
04. The Beckoning Flame
05. Hypertoxication
06. Faces On My Spiritual Plane
07. Lord Of Our Temple
08. Funeral Messiah
09. Towards The Boundless Horizon
10. Walking In His City
11. Into The Living Darkness

Lineup:
M. - Vocals
A. - Guitars, Vocals, Lyrics
T. - Drums

Danke an Infektion PR für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Ohje, wieder mal drei Musikanten, die sich hinter den Kürzeln M., A. und T. verstecken. Dazu kriegt man im Promotext noch einige kosmische und spirituelle Denkanstöße für die Philosophie von CHAOS INVOCATION mit auf den Weg. Schon äußert beachtlich, dass das, was man vor einigen Jahre höchst spannend und interessant fand, mittlerweile mit einem perfiden Kopfnicken durchgewunken wird.

"Black Mirrour Hours" ist das zweite Studioalbum der Band, nach dem Werk "In Bloodline With The Snake" aus dem Jahr 2009.  Gegründet wurde die Formation anno 2004 und beschreibt sich selbst auf der offiziellen Facebook-Seite "We are the circle of luciferian terror". Also doch alles gar nicht so kosmisch-spirituell und abgehoben, wenn man sich dem Zuckerberg'schen Imperium anschließt. Seis drum, es soll ja vorrangig um Musik gehen.

Und da kann man jetzt mal so rein technisch und künstlerisch gesehen gar nicht viel falsch machen, mit der Anschaffung dieser Scheibe. Die Produktion bewegt sich auf einem beachtlich professionellen Niveau und bietet daher genug Entfaltung für alle beteiligten Instrumente. Die Stücke mit kürzerer Laufzeit peitschen mit gnadenloser Brutalität durch die heimische Membran. Die längeren Stücke bieten dieses Merkmal ebenso, allerdings durchtränkt von atmosphärischen, ja teilweise majestätischen, Instrumentalparts, die gut und gerne auch eine Verschnaufpause darstellen. Allerdings sind sie mehr als das, da sie es vermögen die Lauschlöffel auf eine gar positive Art zu umschmeicheln. Als Anspieltipps für alle Interessierten seien "Beyond Coming", "Towards The Boundless Horizon" und "Walking In His City" benannt. Sind jetzt allesamt Stücke aus der zweiten beschriebenen Kategorie, weil die Vermischung der extremen Härte und melancholisch-verträumten Softness schlicht und ergreifend packender wirken.

Fazit: Fernab von allen kosmischen Verschrobenheiten und philosophischer Plattitüde liefern CHAOS INVOCATION ein Album zwischen Brachialromantik und Atmosphärentaumel ab, der kontrastreicher fast nicht sein könnte. Neben Nackenbrechern der straighten Sorte, sind es vor allem die verträumt-aggressiven Kompositionen, die die Intensität des Werkes und auch dessen Langlebigkeit deutlich erhöhen. Natürlich werden einige potentielle Hörer ob der Einstellung der Inkognito-Musikanten nervöse Gesichtszuckungen bekommen und die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wenn man darüber hinweg sehen kann, wird einem aber durchaus hörbare und solide Metalkost geboten.

Chris für Lady-Metal.com