Corvus Corax - Sverker

Corvus Corax

Band: Corvus Corax

Album: Sverker

Label: Behßmokum Records

Release Date: 25.11.2011

Genre: Moderne MIttelaltermusik

Rezensent: Roba

Tracklist:
01. Intro Gjallarhorni
02. Gjallarhorni
03. Sverker
04. Fiach Dubh
05. Trinkt vom Met
06. The Drinking Loving Dancers
07. Lá í mbealtaine
08. Havfru
09. Baldr
10. Ragnarök
11. Tjúgundi biðil
12. Na láma sa

Lineup:
Castus Rabensang - Gesang, Dudelsack, Binioù, Schalmei, Bombarde, Cister, Trumscheit, Drehleier
Venustus Oleriasticus - Dudelsack, Schalmei, Zink
Hatz - Schlagwerk
Harmann der Drescher - Davul, Percussion
Pan Peter - Dudelsack, Schalmei
Vit - Dudelsack, Schalmei, Zink
Steve - Schlagwerk, Percussion

Besten Dank an Behßmokum Records für das Material

Beurteilung

Kontrastprogramm! Musste ich mich gerade noch mit einer Harpyie rumärgern, gibt es jetzt die Meister des Faches Mittelaltermusik auf die Ohren. Das Phänomen Corvus Corax ist ein durchaus beeindruckendes. Von den ersten, noch traditionellen Scheiben, bei denen bekannte, überlieferte Lieder aus dem Zeitalter der Kreuzzüge erneut dargebracht wurden, bis hin zu solchen Werken wie Viator, die moderne Mittelaltermusik darstellen, also einen Mischmasch aus alten Instrumenten und Melodien mit modernen Instrumenten und Klängen. Nicht zu vergessen sind auch die monumentalen Camina Burana Werke. Alles Meisterstücke. Die holden Barden wandelten auf ihrer langen Reise dabei schon in vielen Gestaden. Ist es einmal der dunkle Mitteleuropäische Wald mit seinen Räubern, Jerusalem oder Asien, so werden jetzt jene Länder angesteuert, in denen die Götter aus Wallhall das Sagen haben/hatten. Richtig, gen Norden!
Ein Pfad, der schon ausgetreten scheint, so könnte man meinen. Doch Corvus Corax wären nicht die Meister, wenn sie nicht etwas Unerwartetes und Eigenständiges aus ihren Tröten und Säcken zaubern würden. So findet man auf dem Album einmal die dunkle, neblige Seite, aber auch die fröhliche und lebensbejahende dieser Region und deren Menschen. Gesungen wird auf altisländisch oder altnordisch, englisch und deutsch. Irische Fröhlichkeit und schnelle Tanzwutausbrüche wechseln sich mit melancholischen eher dunklen Liedern ab. Dabei ist die Balance immer sehr gut gefunden. Langweilig wirds hier nicht!

Fazit: Die in der DDR als Duo gegründeten Szenegrößen liefern mit ihrem neuesten Werk "Sverker", veröffentlicht über das bandeigene Label, ein weiteres Meisterwerk in ihrer langen Sammlung dieser. Das Album trägt die pure Liebe zu dieser Musik und Zeit in sich und man kann es wie folgt zusammenfassen: Hier will man nicht, hier tut man! Also, Augen zu und lass euch tragen: Gen Norden!

Roba für Lady-Metal.com