Craving - Craving

Craving

Band: Craving

Album: Craving

Label: Apostasy Records

Release Date: 20.01.2012

Genre: Pagan Black Metal

Rezensent: Roba

Tracklist:
01. Lord of the Flames
02. By the blowing Wind
03. The Nameless (feat. Sole Genua)
04. Kyrillische Zeichen -> (Leopard)
05. --- Kyrillische Zeichen
06. Revenge
07. Kyrillische Zeichen -> (Into the forest)
08. Ein Funken Abendrot (feat. Helge Stang)
09. Wolfsherz
10. Lug und Litanei (feat. Helge Stang & Sole Genua)

Lineup:
Ivan Chertov (Vocals / Guitars)
Thorsten Flecken (Guitars)
Eugen Deutsch (Bass)
Maik Schaffstädter (Drums)

Besten Dank an Apostasy Records für das Material

Beurteilung

Craving sind eine junge Band aus Deutschland und bringen nun über Apostasy Records ihren ersten offiziellen Longplayer heraus. Erscheinen wird die Scheibe Ende Januar. Zuvor brachte Craving eine Demo im Jahre 2006 und eine EP 2008 heraus.
Was sofort ins Auge fällt, schaut man sich die tracklist an, ist, dass dort Titel in der russichen Schrift zu finden sind. Englisch, Deutsch und Russisch zu mischen, ist auf jeden Fall einmal etwas Neues. Laut Infosheet spielt die Band Melodischen Black / Death mit Folkelementen. Hören wir einmal:

Der Opener ist ein schnelles, in der Tat schwarzmetallisches Stück. Die Produktion ist sauber, die Mannen nahmen in den "Alpha Studios" auf, doch einen besonders eigenen Touch hat der Sound nicht zu bieten, was aber nicht unbedingt sein muss. Zurück zum Song, wie schon gesagt, er ist schnell, hat ordentliches Drumming, sägende Riffs und feinen Schreigesang. Davon bitte mehr, doch, was muss ich hören, die Folkelemente nehmen nach dem dritten Song Gestalt an und ich frage mich, wieso? Es hat doch so gut angefangen, doch nun kommt sehr gesichtlose Pagan Metal Melodei auf die Gehörplatte. Den Text versteh ich leider nicht, aber vom Aufbau und der Melodik ist das wieder mal das alte Lied/Leid. Leider, hatte die Scheibe doch gut angefangen. Ab jetzt könnte die Platte auch von jeder anderen Durchschnittspaganband sein. Einzig die spärlichen Deathriffs bringen etwas Gesicht in das eine oder andere Lied ("Revenge"). Das Album aber hat am Ende eh wenig mit Folk zu tun, für mich sind Synths keine Folkinstrumente. Ich kann zumindest keine Folkelemente finden. Nur wie schon gesagt, typisches Paganriffing und Drumming, hm schade.

Fazit: Außer die ersten drei Lieder und "Ein Funken Abendrot", welches wieder schwarzmetallischer daher kommt, ist der Rest 0815 Pagan Metal. Was wirklich schade ist, denn wenn die Herren von Craving wirklichen Folk, und am besten noch echten russischen, hinzufügen würden und wirklich Black/Death spielen würden, wäre dass doch eine feine Mischung mit Charakter. So verliert sich der Großteil der Scheibe im Mittelmaß ohne Erinnerungswert.

Roba für Lady-Metal.com