CROM - Of Love and Death

CROM

Band: CROM

Album: Of Love and Death

Label: Pure Legend Records

Release Date: 25.11.2011

Genre: Epic Heavy Metal

Rezensent: 
Roba

Tracklist:
1. Reason to Live
2. Lifetime
3. Just one Blink
4. My Song for all the broken hearts
5. My Destiny
6. This Dying World
7. Eternal Dreaming
8. The Fallen Beauty 2010

Lineup: Walter "Crom" Grosse - Gesang, alle Instrumente

Besten Dank an Pure Legend Records für die Bereitstellung des Materials.

Beurteilung

Ich bin ein ausgewiesener Bathory Fan und halte das Einmann Projekt um Quorthon (RIP) für eines der großartigsten kunstschaffenden Dinge, die es ja gab. Und das einmal nicht nur auf den Metal bezogen.
CROM wird nun oft mit obengenanntem Bathory in Verbindung gebracht und sein Stil ebenfalls als Viking / Epic Metal bezeichnet. Die Frage ist nun, wie viel Bathory steckt in CROM oder ist das Einmannprojekt von Walter "Crom" Grosse etwas ganz anderes?

Neben den Rahmenbedingungen, es ist schon mal ein Einmannprojekt, lassen auch gleich die wunderbaren Chöre im Opener stark an Bathory erinnern. Dass das Cover von dem Künstler gezeichnet wurde, welcher auch die durchgehend genialen Cover der Band Moonsorrow kreiert hat, könnte ein weiteres Indiz sein, dass es sich um Viking Epic Metal handelt. Doch ich bin der Meinung: Das ist weit gefehlt!
Der erste Song könnte eine Bathoryballade sein, aber das wars dann auch fast mit den Gemeinsamkeiten. Denn CROM hat kaum einen black/thrash metal angehauchten Song. Und das gehört zu Bathory dazu, wie das Ei und der Speck. Nun es gibt Akustikanfänge, Zwischenteile, die ebenfalls stark an Bathory erinnern und ich denke CROM will damit auch seine Verbindung zu der Musik zeigen, aber an sich sind es eben nur Chöre und Akustikgitarre. Textlich dreht sich das Album nämlich um die Liebe und den Verlust dieser durch den Tod, beziehungsweise das Weiterbestehen nach diesem. Hinzu kommt, dass Walter Grosse nie in irgendeiner Art schreit, sondern, abgesehen von bisschen Crowluntermalung, immer im hohen Cleangesang bleibt. Das macht das Album weit mehr romantischer und unvikingmetallischer (was ein Wort). Ist aber beileibe nichts negatives. Nein es hilft eher, die einzigartige Atmosphäre dieses Album weiter auszuprägen. Durchweg langsameres Midtempo, gepaart mit der starken Stimme und den einfach epischen Solis tragen ihr Eigenes dazu bei.

Fazit: Jeder Moonsorrow bzw. Bathory Fan oder Viking Metaller, der auf Hass, schnelle, hämmernde Lieder steht oder weltverneinende Endzeitmusik (Moonsorrow), sollte hier erst einmal hineinschnuppern. Denn wie gesagt: Dieses Album ist genial, romantisch, modern und trägt mit viel Wahrheit eine hohe Authentizitätsmarke. Aber es ist was für offene Ohren und am Ende für Heavy Metal Fanatiker. Aber am Ende ist es egal, ob es nun Viking/Heavy/Epic/Suppen Metal ist! Es ist emotionstransportierende Musik und darum geht es!

Roba für Lady-Metal.com