Cryptic Forest - Ystyr

Lady-Metal.com

Band: Cryptic Forest

Album: Ystyr

Label: Einheit Produktionen

Release Date: 16.08.2013

Genre: Epic Black Metal

Rezensent: Julian

Tracklist:
01. Heralding Bleakness
02. Winterstorm
03. Throne of Fire
04. Ystyr
05. Call to War
06. Crown of Ice
07. Kindom of Cryptic Forest
08. Smoldering
09. Creatures of the Dark

Lineup:
LukHass - Vocals
Simon - Rhythm, Lead Guitar, Programming
Paydor - Rhythm Guitar
David - Bass
Wombo - Drums

Danke an Einheit Produktionen für das Bereitstellen des Albums!

Beurteilung

Eigentlich ist Black Metal ja nicht meine erste Wahl unter den Metalgenres. Aber wenn er mit dem ein oder anderen Suffix (insbesondere Epic, Symphonic, Atmospheric und dergleichen) beworben wird, und zudem noch teilweise aus Mitgliedern der wohlbekannten Pagan-Truppe "Finsterforst" besteht, werde ich ganz schnell neugierig. Daher habe ich mich für  "Ystyr" das Erstlingswerk der Schwarzwälder Epic-Black Metaller "Cryptic Forest" entschieden. Ob mir die Scheibe zusagt, und ob sie hält was sie verspricht, dürft ihr hier nachlesen.

Damit keiner den Pathos im Black Metal vermisst, wird mit "Heralding Bleakness" die Scheibe standesgemäß mit  Ambient-Geräuschen und einem atmosphärischen Synthie vorgewärmt. Einfach herrlich, ohne Gänsehautintro wäre BM einfach nicht das selbe:) Auf die Ruhe kann jetzt der Sturm folgen, und Cryptic Forest eröffnen mit der Nummer "Winterstorms" das Feuer.  Hämmernde Blast-Beats werden hier mit melodischen Riffs gepaart, wie sie im Black Metal nur selten zu finden sind. "Throne of Fire" holt dann die ganz große Epic-Keule raus, und gerade diese Midtempo-Songs wie "Crown of Ice" oder "Creatures in the Dark" sind echte Bombast-Prügel, die sich geradezu in den Gehörgang brennen und dem Album den richtigen Stempel aufdrücken. Dabei klingen Cryptic Forest kein bisschen abgedroschen, sondern mindestens genau so gut wie Finsterforst, allerdings komplett anders in der Spielweise. Wenn ich es nicht gelesen hätte, ich hätts nicht gewusst! Die Qualität der Aufnahmen und des Mixings sind ebenso hochwertig wie das Songwritig und werden dem Inhalt absolut gerecht, spätestens nach ein paar Mal hören möchte man die Scheibe nicht mehr aus seiner Sammlung wegdenken.

Fazit: Mit Cryptic Forest geht ein Teil der Finsterforst-Truppe ganz neue Wege. Dabei machen sie ihre Sache unglaublich gut. das Einzige was hier mitgenommen wurde sind souveränes Auftreten und sowohl technische als auch musikalische Qualität. Melodisch, brachial, eingängig und vorbehaltlos zu empfehlen.

Julian für Lady-Metal.com