Dazhbog - Ecstasy Of A Wintry Landscape

Dazhbog

Band: Dazhbog

Album: Ecstasy Of A Wintry Landscape

Label: Naturmacht Productions

Release Date: 17.09.2011

Genre: Ambient / Neoclassical

Rezensent: Chris

Tracklist:
01. Gales Of Her Nightmare
02. Skadi's Rebirth
03. Voice Of Blizzard
04. Leaves Over Our Wings
05. Amethyst Blossom
06. Visions Of Woe
07. Evoking A Wintry Butterfly
08. Beholding The Azure Sky
09. Sun Wheel
10. Veil Of A Frozen Star

Lineup:
Samael Fco. F.R. - Piano
Africa Santiago - Violin

Danke an Naturmacht Productions für das zur Verfügung stellen des Albums.

Beurteilung

Wenn man das Album so betrachtet könnte man meinen hier liegt eine Veröffentlichung aus skandinavischen Gefilden vor. Wenn man dann liest, dass DAZHBOG aus Mexiko kommt, ist man erst einmal etwas verwirrt.

Diese Verwirrung klingt auch nicht ab, sobald sich der Silberling im CD-Player dreht. Hier bietet sich einem professionell eingespielte und quirlig-lebendige Piano-Musik dar. Dazu gesellt sich hier und da eine Violine, die mit ihren Intermezzi viel Atmosphäre versprüht. Die gesamte Musikspanne von "Ecstasy Of A Wintry Landscape" passt perfekt zum erwähnten Albumcover und den restlichen pastellfarbenen Bildern im Booklet. Und mit den musikalisch gemalten Bildern machen diese Stücke dem Albumtitel sowieso alle Ehre. Dabei muss man dem Label Naturmacht Productions ordentlich Respekt zollen, sich an so eine Veröffentlichung heranzuwagen.

Nochmal zum Mitschreiben: Hier liegt eine Scheibe vor, die von einem mexikanischen Künstler komplett mit Piano und Violine eingespielt wurde, veröffentlicht auf einem Metal-Label aus Bamberg. Diese CD meiner Sammlung beizufügen ist eine Wohltat. Denn obwohl sich schon viele Musiker daran versucht haben winterliche Naturereignisse instrumental einzufangen, ist das noch keinem so gut gelungen wie DAZHBOG. Von dem was man hört wird man regelrecht gefangen und man muss zwangsläufig noch einmal von vorne beginnen. Leicht zu erfassen ist die Musik auf "Ecstasy Of A Wintry Landscape" nicht, dafür entdeckt man mit jedem Durchlauf weitere wunderbare Facetten.

FAZIT: Wer nicht vor neuen Einflüssen in seinem Musik-Universum zurückschreckt und noch dazu ein kleines Interesse an exotischen Releases hat, der kann - nein er muss bei diesem Werk zugreifen. Und obwohl dieses Album vom eigentlichen Metal-Sound des Labels abweicht muss man zugestehen, dass es wohl das emotional-tiefgehendste und am besten produzierteste Release von Naturmacht ist. Leider wird dieses großartige Machwerk wohl nicht den Erfolg einfahren, den es sich verdient hat. Ganz allein aus der Tatsache heraus, dass wohl wenige Metalheads bereit sein werden sich dieser Musik zu öffnen. Denn das muss man zweifelsohne. Wenn man dazu im Stande ist, sollte man sich einfach zurücklehnen und auf den Winter sehnsüchtig warten. Denn diese Musik zeigt einem die schönen Seiten der kalten Jahreszeit in Perfektion auf. Aufgaben erfüllt und ein Sieg auf voller Linie - denn das ist ohne jede Lobhudelei die Überraschung des Monats September.

Chris für Lady-Metal.com