De Staat - I_CON

De Staat

Band: De Staat

Album: I_CON

Release Date: 20.09.2013

Label: Cool Green Recordings / Mascot Label Group

Genre: Experimental Rock

Rezensent: Havoc

Tracklist:
01. My Bad
02. All Is Dull
03. Build That, Buy That
04. Devil's Blood
05. Witch Doctor
06. Get It Together
07. Refugee
08. Make Way For The Passenger
09. Input Source Select
10. I'll Take You Down
11. Downtown
12. Wonderer
13. The Inevitable End

Lineup:
Joop van Summeren - Bass, Vocals
Rocco Bell - Special FX, Percussions, Keys, Vocals
Vedran Mircetic - Guitars
Tim van Delft - Drums
Torre Florim - Vocals, Guitar

Danke an Netinfect für die Zurverfügungstellung des Albums.

Beurteilung

Angefangen als Ein-Mann-Projekt im Jahr 2006 mauserten sich De Staat durch unnachgiebiges Touren durch ihr Heimatland, die Niederlande zu einem der renommiertesten Experimental-Rock-Bands Westeuropas. Mit I_CON legen die fünf Holländer um Bandkopf, Sänger und Gitarrist Torre Florim bereits ihr drittes Studioalbum vor.

Das Album mit dem Thema „Ikonen und Betrüger“ erhält durch die bizarren Synthieklängen von Keyboarder Rocco Bell, der Groovefront um Bassist Jop van Summeren ,Drummer Tim van Delft und dem Gitarristen Vedran Mircetic seine musikalische Vielfalt.

Von Afro-Beats über hypnotisierende Synthieepisoden, Industrialgrooves und Akustikparts werden verschiedenste Klangspektren auf I_CON verarbeitet und zu eingängigen Ohrwürmern verarbeitet.

Bereits das neunsekündige Intro „My Bad“ stimmt auf das folgende „All Is Dull“, welches absolute Tauglichkeit für die Tanzflächen in den Indieclubs der Republik bietet, ein. Mit dem nächsten Song „Build That, Buy That“ fühlt man sich als wäre man auf einem Jahrmarkt auf dem nur Indie-Rock läuft. Ein gewaltiges Soundspektrum trifft auf einen eingängigen Chorus der nur so vor guter Laune sprudelt.

Der folgende Song „Devil's Blood“ der die erste Single des Albums ist, könnte auch als Titelsong  in einem der nächsten Filme der James-Bond-Reihe durchgehen und glänzt durch absolute Radiotauglichkeit. Mit „Witch Doctor“ begeben sich De Staat musikalisch auf die Spuren der Queens of the Stone Age und schaffen es beinahe den ganzen Song hypnotisch mit nur einem Akkord durchzuziehen.

Mit dem folgenden „Get It Together“ geht man mit den Synthies in die Vollen, bevor man mit „Refugee“ das Spektrum mit Industrialsequenzen erweitert. „Make Way For The Passengers“ ist ein enorm schneller Song, welcher durch den Sprechgesang von Sänger Torre Florim zu einer wilden Verfolgungsjagd durch die verschiedenen Klangspuren wird und dem Hörer ständig auf Trab hält.

Das irre treibende „Input Source Select“ bahnt den Weg für die darauf folgende Ballade „I'll Take You“, welche trotz aller Trägheit genau so ausgeflippt wirkt wie das restliche Album. Bei „Down Town“ wird wieder Fahrt aufgenommen und die Vocals erinnern hierbei sehr stark an die der Beastie Boys. „The Wonderer“ und „The Uninevitable End“ bilden den gelungenen Abschluss der musikalischen Achterbahnfahrt.

Fazit:
Mit I_CON haben es die Holländer geschafft ein Meisterwerk des experimentellen Rock zu komponieren. Ich finde es erstaunlich wie die Jungs es geschafft haben, all die Klänge zu einem Guss zu verarbeiten und dadurch sogar extrem taugliche Songs zu schmieden. Sehr beeindruckend ist auch die enorme Stimmlagenbandbreite von Sänger Torre Florim, welche mich von Song zu Song immer wieder ins Staunen gebracht hat. Das Album ist allemal einen Blick über den Tellerrand wert und nicht nur für den geneigten Indie-Rocker zu empfehlen.

Havoc fur Lady-Metal.com